Bears mehr als eine Nummer zu groß

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Am vergangenen Sonntag, 26. Juni, hieß es David (Stuttgart Silver Arrows) gegen Goliath (Böblingen Bears), nur das anstatt mit Schleuder und Stein mit Arm und Ei gekämpft wurde. Und es am  Ende keinen biblischen Sieger gab, sondern den Favoriten, der sich vor über 200 Zuschauer mit 55:14 gegen die Hausherren durchsetzte. Damit müssen die Arrows nun am kommenden Sonntag gegen die Kuchen Mammuts gewinnen (die parallel ebenfalls Pforzheim schlugen), um im Kampf gegen den Abstieg die besseren Karten zu behalten. Beginn wie immer in der BZA Schlotwiese um 14.30 Uhr, der Kickoff findet um 15.00 Uhr statt.

 

Während die deutsche Frauen Fußballnationalmannschaft grad begann, ihren Sieg gegen Kanada anzutreten, kämpften die Arrows schon gegen drei Gegner, die Bears, den kleinen Kader und die Hitze. Sie konnten zwei der Gegner besiegen, aber die Bears waren am Ende mehr als eine Nummer zu groß. Bei der 55:14 Niederlage zeigten die Arrows bis zum Ende Herz und Biss, konnten aber im letzten Viertel nur noch wenig körperlich dagegensetzen. Dabei hatte das Spiel gut für die Arrows gewonnen. Beim Coin Toss gewonnen, den ersten Gästedrive mit einer Interception gestoppt. Besser ging es kaum. Einziger Wermutstropfen, die Arrows mussten an der eigenen 1 Yard-Linie starten.

 

Der Pass im ersten Versuch war unvollständig und der Lauf im zweiten Versuch wurde in der eigenen Endzone gestoppt. Safety! Zwei Punkte und das Angriffsrecht für Böblingen, die den anschließenden Kickoff postwendend zum Touchdown zurücktrugen. Schon stand es 0:8 und die Arrows waren einmal mehr im Rückstand. Doch die Silberpfeile zeigten was an diesem Tag gehen könnte. Unterstützt von den in manchen Situation übermotivierten Gäste marschierten sie über das Feld und es war Manuel Lehniger vergönnt den Touchdown zu erzielen. Statt dem zusatzkick versuchten die Arrows den Safety auszugleichen und Aris Katz fand Jens Trautwein in der Endzone für den 8:8 Zwischenstand.

Noch vor dem Seitenwechsel schlugen die Bears aber zurück und erhöhten auf 8:16. während die Arrows in der ersten Halbzeit ihre Chance zum Scoren nicht nutzen konnten. Die potente Offense der Bears konnte jedoch und erhöhte noch vor der Pause auf 8:24. Damit war ein Tabellengerechter Spielstand hergestellt. Doch das Spiel war noch lange nicht zu Ende, trotz der Hitze, der unbarmherzigen Sonne und aus Arrows Sicht dem kleinen Kader mit vielen Neulingen. Die Zahl der Aktiven wurde durch den kurzfristigen Ausfall von Oliver Feige nochmals auf eine harte Probe gestellt, aber die Mannen in schwarz gaben nicht auf.

Im dritten Viertel gelang Böblingen nur ein Score und zu Beginn des letzten Viertels tankte sich Aris Katz nach einem langen Drive in die Gästeendzone zum 14:32. Vielleicht ein letzter Stich in die Böblinger Seele, denn nun spielte Böblingen gereizt und verärgert auf. Trotz deutlichem Abstand blieben die Topakteure auf dem Feld und punkteten weiter, sehr zur Verärgerung der Arrows, deren Kräfte mehr und mehr schwanden. Mit langen Pässen punkteten die Gäste aus Böblingen fast nach Belieben und zogen so noch zum Ende des Spiels auf 14:55 davon.

„Wir werden weiterhin die Neuen integrieren und unseren Stiefel runterspielen!“ Damit deutet Headcoach Jürgen Doh das Ziel der Arrows für die laufende Saison an. Man will den Neuen Spielpraxis vermitteln, sie aufbauen für die Saison 2012, die die Arrows hoffentlich in der Oberliga bestreiten können. „Wir haben auf alle Fälle das Potential. Gegen die Bears wäre mindestens ein Touchdown mehr drin gewesen“, hadert Doh ein wenig mit dem Schicksal.

Nun kommt es auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag an, wieder in der Schlotwiese. Dann sind die Kuchen Mammuts zu Gast, die Pforzheim zu Hause schlagen konnten und damit mit den Arrows gleichgezogen haben, was die Saisonsiege betrifft. Der Showdown beginnt um 14.30 Uhr, Kickoff ist um 15.00 Uhr. Mit einem Sieg wäre der Klassenerhalt wohl kaum noch zu nehmen.

 

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