Arrows fehlt die Durchschlagskraft

Herren

Gamma Sigma PhotographyDie Stuttgart Silver Arrows unterlagen am vergangenen Samstag dem Ligafavoriten Ludwigsburg Bulldogs mit 19:7 und kürten so die Bulldoggen zum neuen Meister der Oberliga Baden-Württemberg. Die Verteidigung zeigte eine ansprechende Leistung, doch dem Angriff fehlte gegen eine massive Verteidigung der Barockstadt die Durchschlagskraft.

 

 

Gamma Sigma PhotographyDas Spiel begann im Ludwig-Jahn-Stadion mit einem Donnerschlag. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ein kurzes Gewitter ging auf dem Platz nieder und die Spieler suchten Zuflucht in den Katakomben des Stadions. Statt Kickoff gab es erst mal Regen pur. Was dazu führte, dass das Feld danach erst mal neu gestreut werden musste, denn die ursprünglichen Linien konnten nur noch erahnt werden.


 

Gamma Sigma PhotographyAls das dann geschafft war, durfte Ludwigsburg zuerst mit dem Angriff aufs Feld. Und die Stuttgarter Verteidigung stellte sich dem mutig und entschlossen entgegen. Nach dem ersten neuen First Down sah es dann ganz gut aus für die Arrows, denn Ludwigsburg schien an der Stuttgarter 40er festgenagelt. Die Bulldoggen setzen im entscheidenden vierten Versuch auf einen langen Pass, der aus Stuttgarter Sicht leider ankam und sogar direkt zum ersten Touchdown führte. Der Zusatzversuch ging daneben und so führte einmal mehr der Gegner, 0:6.


 

Gamma Sigma PhotographyDoch Stuttgart schlug postwendend zurück. Der Angriff marschierte, unterstützt von ungeschickten Fouls der Verteidigung über das Feld und Aris Katz bediente seinen Zwillingsbruder Alex Katz perfekt in der Endzone. Jochen Alber verwandelte den Zusatzversuch sicher und die Silberpfeile führten mit 7:6. Damit waren die Bulldoggen nun wieder gefordert. Und sie legten nach. Variabel, mit Läufen und Pässen marschierten auch sie über das Feld und holten sich die Führung zum 7:13 zurück, dieses Mal passte auch der Zusatzversuch.


 

Gamma Sigma PhotographyDies geschah bereits im zweiten Viertel in einer von beiden Seiten intensiv geführten Partie. Und während Stuttgart nun zum einen die Durchschlagskraft vermissen ließ und zum anderen die Verteidigung der Gastgeber auf dumme Fouls verzichtete, konnte Ludwigsburg schon bald durch einen weiteren Touchdown auf 7:19 davonziehen. Der angestrebte Zwei-Punkt-Versuch konnte durch die aufmerksame Stuttgarter Verteidigung vereitelt werden. Es blieben noch weniger als 2 Minuten auf der Uhr und Stuttgart wollte es noch einmal wissen. Man setzte alles ein, neue Formationen, Tricks, aber es half nichts, man kam nicht aus der eigenen Hälfte heraus und musste den Bulldogs das Angriffsrecht überlassen. Diese wurden dann aber von der Uhr und den Arrows gestoppt, so dass es beim 7:19 blieb und beide Teams in die Halbzeitpause gingen.


 

Gamma Sigma PhotographyDie zweite Halbzeit bot dann bestes Football, was die Verteidigung betrifft. Keines der Teams konnte mehr für Punkte sorgen. Wobei, das gaben die Arrows gerne zu, die Ludwigsburger das bessere Team war, zumindest im Angriff. „Wir konnten vor allem im Angriff nicht die Akzente setzen, wie wir uns das gedacht hatten“, gibt Headcoach Jürgen Doh unumwunden zu. „Da haben die guten und massiven Verteidiger unserer Angriffslinie den Schneid abgekauft.“ Dem jungen Block der O-Line fehlt noch die entsprechende Erfahrung.


 

Gamma Sigma PhotographyNun geht es für die Arrows im letzten Spiel am nächsten Samstag nur noch um die Ehre. Der fünfte Platz ist sicher und weder nach oben oder nach unten ist noch was möglich. Gegen die Craislheim Titans wollen sich die Arrows aber auch nicht die Blöße geben, als erstes Team zu verlieren. „Wir wollen noch einen weiteren Sieg einfahren“, gibt Doh als Ziel für das Spiel aus. Der Bus nach Crailsheim ist bereits bestellt. Und mit Cheerleadern und Footballern wird der Bus mit 81 Plätzen schon recht voll sein, ein knallharter Gegensatz zur letzten Saison, als noch ein 50er Bus völlig ausgereicht hat.

 

 

(Alle Bilder Gamma Sigma Photography)