Arrows wollen Messdiener die Leviten lesen

Herren

Nach der deutlichen Niederlage bei der Frankfurt Universe folgt am kommenden Sonntag die zweite Auswärtsaufgabe für die Stuttgart Silver Arrows. Mit den Freiburg Sacristans treffen sie auf ein etabliertes Team in der Regionalliga Mitte. Für beide Teams ist das Spiel eine weitere Standortbestimmung. Nach diesem Wochenende wird man dann auch genauere Prognosen für die Stärkenverteilung der Liga geben können.

 

„Das Spiel in Frankfurt hat uns viele Baustellen aufgezeigt und in nur einer Woche können wir nicht alle Baustellen beseitigen“, bekennt Head Coach Jürgen Doh sein Dilemma. Zwar gehen die Arrows die Fehler im Training intensiv an und haben zudem das Training einer Einheit freiwillig um eine Stunde verlängert, sowie einen weiteren Termin für ein Walk Through (also einer Art Trockentraining, bei dem die Spielzüge explizit durchgegangen werden) in der Woche definiert. Aber ob dies zum Abstellen der Fehler für kommenden Sonntag reicht, wird sich zeigen müssen.

 

Erneut treten die Silver Arrows auswärts an und erneut treffen sie auf ein gut präpariertes Team. „Freiburg hat Montabaur einen guten Kampf geliefert und nur mit etwas Pech verloren“, weiß Doh. Außerdem geht Doh auch davon aus, dass die Breisgauer ihre Fehler bis zum Spiel ebenfalls weiter reduzieren. „Das wird sicherlich kein einfaches Spiel für uns, denn Freiburg ist variabel, kann Laufen, Passen und hat einen mobilen Quarterback, das macht sie schwer ausrechenbar.“

 

Da Montabaur mit zu den Ligafavoriten gerechnet wird, ist die 19:26 Niederlage der Sacristans dennoch als Statement zu werten. Mit Alexander Riekeles verfügen die Messdiener über einen jungen Quarterback, der sehr gute körperliche Voraussetzungen mitbringt. „Er ist groß und trotzdem sehr mobil. Er hat bereits in der Jugend Erfahrung auf dieser Position sammeln können und passt hervorragend in das Spielsystem der Freiburger“, berichtet Doh. Und mit Dennis Aksak verfügen sie zudem über einen schnellen und durchsetzungsstarken Runningback, der in dieser Liga sicher noch die Augen auf sich lenken wird.

 

Dagegen wirken die Stuttgarter noch nicht so richtig im Tritt. Gerade in der zweiten Hälfte im Spiel gegen die Frankfurter zeigte sich, dass das Team noch nicht in der Lage ist Feinabstimmungen während des Spiels vorzunehmen. In beiden Mannschaftsteilen, Angriff und Verteidigung, sind so viele „Neulinge“, dass das in einer kurzen Pause nicht so einfach zu realisieren ist. „Mit dem weiteren Fortgang der Saison werden wir das aber noch hinbekommen“, ist sich Doh sicher.

 

Ob hierfür das Spiel gegen Freiburg eventuell ein, zwei Wochen zu früh kommt wird sich am Sonntag zeigen. „Wir fahren nach Freiburg, um den Messdienern die Leviten zu lesen!“ Eine andere Aussage akzeptiert Doh nicht von seinem Team.