Zum American Day kommt der Longhorn ins Stadion

Klaus Krauthan Herren, News Leave a Comment

Am Samstag den 18. Mai treffen im Stadion Festwiese in der Regionalliga Südwest um 16 Uhr die Stuttgart Silver Arrows auf die Weinheim Longhorns. Mit einem Sieg könnten die Stuttgarter einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen, jedoch sind die Weinheimer kein leichter Gegner. In den bisherigen drei Spielen (alle zu Hause) konnten sie immerhin zwei Siege einfahren und wurden nur von den Albershausen Crusaders besiegt. Damit sind sie den Arrows in der Tabelle dicht auf den Fersen. Es wird also spannend am American Day, dem Motto des Spieltags, bei dem neben dem üblichen Drumherum unter anderem die Nationalhymnen live gesungen werden. Zuvor wird um 13 Uhr die Jugend das Vorspiel gegen die Crailsheim Titans bestreiten.

 

 

Begegnungen gegen die Weinheim Longhorns sind immer etwas Besonderes, denn die beiden Teams verbindet eine Durststrecke, die für beide einstmals den Abstieg aus der GFL2 bis in die Oberliga bedeutete und jeweils für 2 Jahre keine Spiele gewonnen werden konnten. Aber auch bei den direkten Aufeinandertreffen der Teams gab es schon Besonderheiten. “Ich kann mich an ein Spiel erinnern, da hat uns Weinheim zu Hause mit 3:83 vom Platz gefegt. Dabei haben wir die 3 Punkte am Ende wie einen Sieg bejubelt”, erinnert sich Pressesprecher Klaus Krauthan. In den letzten vier Begegnungen (2014+2015) gingen die Silver Arrows aber dreimal als Sieger vom Feld, obwohl Weinheim im Jahr 2015 sogar in die Regionalliga aufstieg.

 

“Weinheim hat ein starkes Coaching und mit Sven Gloss und Tino von Eckart zwei Coaches am Start, die viele andere Teams gerne in ihrem Kader hätten”, weiß Headcoach Jürgen Doh. “Gegen Pforzheim haben sie nach dem frühen Rückstand den Kopf nicht verloren, die richtigen Adjustments gemacht und am Ende das Spiel mit 26:25 gewonnen.” Die spannende Frage ist, wie sich die Langhörner auswärts präsentieren werden, denn bisher hatten sie nur drei Heimspiele.

 

Die Spielergebnisse gegen Heilbronn (26:0) und nun Pforzheim sprechen auch für sich. “Die sind dabei”, findet Doh, der auch das 6:31 gegen Albershausen beachtlich findet. “Heilbronn hat am Wochenende zu Hause mit 10:70 gegen den Ligaprimus verloren.” Somit scheinen die Weinheimer nach der Relegation, die sie souverän gegen Tübingen gewannen, wieder auf dem Weg nach oben zu sein. “Da wäre ein Sieg ein Big Point für uns. Im Fußball würde man schnell von einem 6 Punktespiel reden, aber bei uns gibt es nur 2 für den Sieg und außerdem ist es dafür noch früh in der Saison.

 

Doh drückt mehr das Problem, dass einige Leistungsträger nun angeschlagen sind oder auch am Wochenende beruflich oder aus privaten Gründen fehlen werden. “Aber das werden wir immer wieder haben”, weiß Doh, der auch um seinen Star-Receiver Paul Steigerwald bangt. “Dann muss der Nächste in die Bresche springen und den Ball fangen” legt er lapidar nach. Doch so einfach ist es natürlich nicht. Steigerwald war die Hauptanspielstation für Quarterback Thomas Kübel-Sorger. Auch weil er sich dank seiner Körpergröße und Athletik gegen seine Verteidiger gut durchsetzen kann. “Wir werden am Freitag hören, wie es ihm geht und dann eben unsere Adjustments machen”, sagt Doh, für den das Thema zumindest bis Freitag erledigt ist.

 

Das Heimspiel steht unter dem jährlichen Motto “American Day” und bietet wieder neben dem üblichen Programm, wie Hüpfburg und Burger, die Sonderheit auf, dass die Nationalhymnen der beiden Länder Deutschland und USA live performt werden. Hierfür hat sich dieses Mal sogar ein Spieler aus den eigenen Reihen gefunden. Mit Benedikt Lutz versucht sich einer, der letztes Jahr noch als Jugendspieler auf dem Feld stand. “Wir haben gefragt, ob er jemanden kennt, weil er im Chor singt und da hat er gesagt, dass er das selbst macht. Wir sind selbst gespannt”, sagt Krauthan, der gerne auch noch ein paar Motorrad oder US-Car-Fans ins Stadion gelockt hätte, aber “viele haben gerade an diesem Wochenende eigene Veranstaltungen.”

 

Bevor die Herren um 16 Uhr erstmals gegen das Ei treten werden, wird die Jugendspieler der U19 in ihrem zweiten Spiel versuchen, gegen die Crailsheim Titans die ersten Punkte einzufahren. Auch das Jugendteam plagt Personalsorgen. “Es ist Konfirmationszeit und da sind doch ein paar Familien dabei, wo es Feiern im Familienumfeld gibt, wir hoffen, dass wir die Mindestspielstärke erreichen, ansonsten spielen wir ein Freundschaftsspiel, damit die Kids weiter Erfahrung sammeln können.” Headcoach Michael Dierberger weiß daher noch nicht, ob er sich auf die Doppelbelastung am Samstag freuen soll.

 

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