Silberpfeile müssen unter Tage, um zu Klettern

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Nach drei Niederlagen in Folge müssen die American Footballer der Stuttgart Silver Arrows am kommenden Samstag, 16. Mai, zum Tabellenführer, den Heilbronn Salt Miners. Um den letzten Tabellenplatz abzugeben und in der Tabelle wenigstens einen Platz nach oben zu klettern, sollte bei den Mineuren „unter Tage“ ein Sieg her. Die Gastgeber erwarten hochmotivierte Gäste auf dem Sportplatz in der Viehweide.

„Um da unten rauszukommen, brauchst Du nur Siege“, sagt Nick Daubitzer, Defensiv Coordinator der Silver Arrows, salopp. Aber die Wahrheit ist nicht ganz so einfach. Schon gar nicht, wenn der Gegner Heilbronn Salt Miners heißt. Der Tabellenführer konnte zu Saisonbeginn alle drei Spiele gewinnen, die Silberpfeile haben alle drei verloren. Im Schnitt produzieren die Unterländer 33 Punkte pro Spiel und lassen gerade mal 22 zu. Die Stuttgarter sehen da nicht ganz so gut aus. Magere 17 Punkte werden pro Spiel erzielt und dafür 26 zugelassen. Allerdings zeigte das letzte Spiel zumindest offensiv tendenziell nach oben.

 

Gegen die Badener Greifs produzierten die Arrows 27 Punkte, also mehr als in den beiden Spielen zuvor. Und da war sogar noch mehr drin, wenn man an all die vergebenen Chancen denkt. Allerdings zeigte die Defensive überraschende Lücken und Schwächen. „Da sind halt immer wieder viele Rookies drin, die noch Erfahrungen sammeln müssen“, nimmt Daubitzer seine Jünglinge in Schutz. Denn anders als durch Spielpraxis können die Neuen keine Erfahrungen sammeln. Außerdem ist die Defensive gespickt mit Rookies und Spielern, die ihr zweites oder drittes Jahr Football spielen. „Ich kann gar nicht anders!“

„Das kann ich auch so sagen“, antwortet Headcoach Jürgen Doh auf die Chancen der Offense. Er muss schon wieder auf Spieler der Offense-Line verzichten und braucht dafür Spieler aus der defensiven Sparte. „Wir können gerade nur froh sein, dass wir an der Defense Line so gut bestückt sind.“ Aber der Rest des Angriffs wird wohl mit dabei sein, so dass Doh aus dem Vollen schöpfen kann. Darin sieht er auch seine Chance für den Samstag. „Wenn wir offensiv so spielen, wie im letzten Viertel gegen Karlsruhe, und zwar das gesamte Spiel über, dann mach ich mir um die Offensive keine Gedanken!“

Es wird Zeit für einen Sieg. Ansonsten könnte es bald zappenduster werden am Tabellenende. Verdient hätten sich es die Silberpfeile inzwischen. Drei unglückliche Niederlagen dürfte ruhig auch mal ein glücklicher Sieg entgegenstehen. „Einen verdienten nehme ich aber auch mit“, sagt Doh, der der verpassten Chance vom Sonntag doch noch etwas hinterher trauert. Und die Liga scheint in diesem Jahr doch recht ausgeglichen zu sein, so dass man mit einem Lauf schnell seine Tabellenposition ins obere Drittel verschieben kann.

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