Silver Arrows fahren zum nächsten Brocken

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Nach der Auftaktniederlage in Biberach müssen die Stuttgart Silver Arrows am kommenden Sonntag, 26. April, 16 Uhr, gleich wieder auswärts ran. Gastgeber sind die Tübingen Red Knights, der Aufsteiger aus der Landesliga. Die wiederum haben sich nach einem knappen Sieg gegen den Absteiger aus der Regionalliga, die Badener Greifs, auf Platz 3 der Tabelle festgesetzt. Das Aufeinandertreffen wird eine Standortbestimmung für beide Teams sein. Den Arrows täte ein Sieg nach der dem 15:28 gegen die Beavers gut.

 

 

Die Nachbearbeitung der Niederlage am ersten Spieltag sah vermutlich anders aus, als viele das erwartet hätten. Das Team traf sich am Montag, dem trainingsfreien Tag, zum gemeinsamen Spareribs essen im Hemmingways Diner in Hemmingen. „Wir müssen doch an der Masse unserer Offense-Line arbeiten“, scherzte Mario Hoffmann, mit Blick auf Nick Daubitzer. Der Chef der Defense, er kommt auf ca. 90 Kg, hat im ersten Spiel als Center ausgeholfen. Aber die Silberpfeile sehen in der Niederlage keinen Beinbruch. „You play to win the game – Du spielst um zu gewinnen, das sagte schon Herm Edwards, als Coach der New York Jets“, erzählt Jürgen Doh, Headcoach der Silver Arrows, „aber wir wussten, dass es schwer werden wird und es wird auch zum Auftakt schwer bleiben. Wir haben noch viel zu tun.“ Und warum dann nicht für gute Stimmung sorgen?

 

Doch den Rest der Woche wird hart gearbeitet. In zwei Trainingseinheiten sollen die gröbsten Fehler aus dem Spiel in Biberach aufgearbeitet werden. „Wir müssen die Big Plays des Gegners abstellen“, weiß Daubitzer. Vor allem in der Passverteidigung zeigten die Arrows eklatante Lücken. „Das ist aber normal, wenn Du eben auch Neulinge auf dem Feld hast. Einige der Jungs haben ihr erstes Spiel absolviert. Aber sie werden besser“, findet Daniel Schneider. Der Coach für die Passverteidigung fordert seine Jungs, nimmt sie aber auch in Schutz. „Sie müssen noch viel lernen!“

 

Dass Tübingen ein harter Brocken wird, daran zweifelt keiner der Verantwortlichen. „Die Aufsteiger in unsere Oberliga haben in den vergangenen Jahren immer oben mitgespielt, das heißt, es gibt zwischen den Ligen kein sehr großes Gefälle“, sagt Doh. Im Spiel gegen die Greifs wirkte das Team auf den Headcoach sehr homogen und gut eingespielt. „Das scheint über Jahre gut zusammengewachsen zu sein.“ Sein Gameplan sieht vor, den eigenen Angriff ins Rollen zu bekommen. Dazu muss sich dieser aber besser werden, ausgeglichener. Wenn Lauf- und Passspiel gleichermaßen funktionieren, wie es in der zweiten Halbzeit in Biberach war, dann ist Doh guter Dinge, dass man auch den harten Brocken knacken kann.

 

Die Verteidigung muss dagegen erst einmal den Lauf stoppen und dann Druck auf den gegnerischen Quarterback machen, damit dieser nicht warten kann, bis sich seine Passempfänger freilaufen. „Und natürlich müssen wir dann die Chancen nutzen, wenn sie sich ergeben und uns mal einen Pass oder freien Ball schnappen“, ergänzt Daubitzer. Denn er weiß, je kürzer seine Defense auf dem Platz ist, desto ausgeruhter ist sie und desto mehr Druck kann sie Play für Play aufbauen. Außerdem ist dann auch die eigene Offense auf dem Feld und kontrolliert die Uhr.

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