Silver Arrows weiter ohne offensive Durchschlagskraft

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Mit einem 0:23 mussten sich die Stuttgart Silver Arrows am Samstag, 12. Juli, in Pforzheim beim Tabellenführer nach langem aufopferungsvollem Kampf geschlagen geben. Zur Halbzeit waren die Silberpfeile nur mit 0:3 in Rückstand, konnten das Spiel aber wegen der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff nicht für sich entscheiden. In einer Woche geht es im Kampf gegen den Abstieg nach Weinheim zu den Longhorns, die dieses Wochenende den ersten Sieg einfahren konnten.

 

 

„Mit vier Ballverlusten gewinnst Du halt kein Spiel“, zieht Headcoach Jürgen Doh rasch Bilanz. Aber das war natürlich nicht alles. „Wir haben in der Offensive einfach zu wenig Durchschlagskraft in diesem Spiel entwickelt.“ Einem Mangel, mit dem die Silver Arrows bereits seit Wochen kämpfen. „Wir spielen nach dem Abschied von Brian Lee nun mal mit dem Nachwuchs-QB und müssen diese Konsequenz eben tragen“, erklärt Doh. Dabei gibt Michael Dierberger alles, ihm fehlt nur die entsprechende Erfahrung. Aber die sammelt er in jedem Spiel.


Dabei war die erste Halbzeit gar keine schlechte, auch nicht aus Sicht der Arrows. Bastian Feigl vernichtete die erste Punktehoffnung der Gastgeber mit einem abgefangenen Pass in der eigenen Endzone, doch der eigene Angriff musste sich mehrfach, wie allerdings auch die Wilddogs, mit einem Punt vom Angriffsrecht trennen. Und auch die Arrows hatten die Chance auf Punkte, doch der Pass von Dierberger wurde vom Gegner abgefangen. Im Gegenzug marschierten die Wildhunde übers Feld wurden aber in der entscheidenden Situation von Uhr und Gegner gestoppt und mussten sich mit einem Fieldgoal begnügen. Damit ging es immerhin mit einer 3:0 Führung in die Halbzeit. Aus Sicht der Gastgeber.


Aus der kamen die Pforzheimer auch deutlich besser. Gleich im ersten Drive packten sie die Chance beim Schopf und erliefen den ersten Touchdown. Den Zusatzkick konnten die Arrows noch blocken, aber an der Defensive lag es an diesem Tag ja eh nicht. Danach waren die Arrows wieder am Zug und es sah gut aus, wie sie die Kette bewegten. Doch wieder war es ein Pass von Dierberger, der in die falschen Hände geriet. Und Pforzheim packte das Big Play aus. Einen Pass über die Mitte verwandelte der Runningback in einen 90 Yards Touchdown. Der Zusatzkick gelang dieses mal auch und so stand es 16:0 für die Hausherren.


Und wieder wollten die Arrows zurückschlagen und marschierten über das Feld, bis der Schwung von Pforzheim gestoppt wurde. Daher versuchten die Silberpfeile ein Fieldgoal, doch Stefan Mufflers Kick war etwas zu ungenau und flog am Tor vorbei. Danach wurden letztmalig die Seiten gewechselt. Und letztmalig wurden Punkte erzielt. Leider durch die Goldstädter und dazu noch sehr glücklich. Der Quarterback war eigentlich schon gestoppt und er versuchte die Option, also einen Rückpass zu seinem Runningback, der aber etwas zu hoch geriet. Der Ball kullerte über das Feld. Frei für jeden. Doch ausgerechnet der gegnerische Quarterback konnte Kontrolle über das Ei erlangen, nahm die Beine in die Hand und sprintete an Freund und Feind in die Stuttgarter Endzone.


„Dann haben wir den Backups auch Spielzeit gegönnt. Bei einem Spielstand von 0:23 und wenigen Minuten verbleibender Spielzeit, wann sonst?“ Jürgen Doh war mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden. Zwar galten die Arrows als Underdog, Pforzheim als Favorit, doch bis zur Halbzeit waren die Arrows nah dran an der Sensation. „Da haben wir in der Verteidigung einen super Job gemacht“, zollt Nick Daubitzer seinem Team Respekt. „Aber in der Summe waren wir mit der Defense zu lang auf dem Feld, da war es die logische Konsequenz, dass Pforzheim irgendwann Punkte macht.“


Nun geht es am kommenden Wochenende nach Weinheim. Und ausgerechnet die scheinen nun selbst ins Rollen zu kommen. Sie besiegten Ludwigsburg deutlich mit 45:18 und gaben damit die rote Laterne an die Bulldogs ab. „In Weinheim müssen wir unbedingt punkten“, sagt auch Doh, der sich dann sicher sein kann, dass man mit dem Abstieg nichts mehr zu tun hat.

 

 

 

 


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