Silver Arrows treffen auf alte Bekannte

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Am kommenden Samstag, 23. April 2011, treffen die Stuttgart Silver Arrows im Stadion des SV Böblingen auf die Böblingen Bears und obwohl beide Mannschaften noch nie gegeneinander gespielt haben, treffen zwei alte Bekannte aufeinander. Dabei wird der Aufsteiger aus Böblingen sogar die Favoritenrolle gegen den Absteiger aus der Regionalliga einnehmen.

 

 

Es gibt immer wieder gute und schlechte Jahre für Vereine. Manchmal reihen sich die Jahre sogar aneinander. Dann spricht man gerne von Seuchenjahre. Zwei dieser Jahre haben die Arrows bereits hinter sich und das Dritte steht nun bevor. Das ist den Verantwortlichen bereits klar. Zu groß war der Aderlass an Spielern, die nach 2 Jahren ohne Sieg entweder Schuhe und Helm an den Nagel gehangen haben oder zu einem anderen Team gewechselt sind.

 

Zum Beispiel nach Böblingen. Dort coacht Jerry Lindsay, der zusammen mit seinem Sohn J.D. bereits für die Arrows aktiv war. Zusammen hat man den Aufstieg in die GFL2 geschafft. Und der Name zieht. Inzwischen sind ihm 6 Spieler und ein Coach gefolgt und rechnet man noch ehemalige Spieler hinzu, erhöht sich die Zahl auf ca. 10. Das bringt dem Spiel eine besondere Brisanz, die aber keiner auf Seiten der Arrows zu hoch ansetzen will. „Wir freuen uns auf unsere Kameraden und hoffen nach dem Spiel beim Bier die alten Zeiten aufleben zu lassen“, sagt zum Beispiel Manuel Lehniger, der Running Back der Arrows.

 

Aber nicht nur Böblingen war freudiger Abnehmer, auch die Scorpions griffen zu und angelten sich mit Lasse Ahlgrimm den MVP der letzten Saison. Ihm folgten noch zwei weitere Spieler in die GFL. Dazu kehrten mit Ryan Jones und Thomas Schacht zwei Running Backs in ihre Heimat zurück und wichtige Spieler, wie Anton Haffner (Montabaur) oder Sebastian Krauthahn (Franken Knights) schlossen sich höherklassigen Teams an vier andere Teams in unterklassigen Ligen. Dirk Schmetzer, Alexander Walbert und Reiko Klimpsch haben ihre Karriere jeweils beendet, wobei Klimpsch dem Team als Defense Coordinator erhalten bleibt. Dazu kommen noch 2-3 Spieler, die auf Grund von Verletzungen oder Auslandspraktika in diesem Jahr nicht zur Verfügung stehen werden. Alles in allem ein Aderlass von 25 Spielern.

 

Und was steht bei den Arrows auf der Habenseite?

An erfahrenen Spielern kam bisher keiner, dafür aber drei aus der Jugend hoch, die alle zumindest in die engere Auswahl der Baden-Württembergischen Jugendauswahl berufen wurden. Aris und Alex Katz verstärken mit Ioachim Friedmann das Team von Headcoach Jürgen Doh. Dazu kommen acht absolute Football Neulinge, die aber zum Teil bereits seit letztem Jahr im Herbst dabei sind.

 

Mit diesen Spielern und mehr als einem Dutzend „alter Hasen“ will Doh nun den Klassenerhalt in der Oberliga in Angriff nehmen. „Es wird ein hartes Jahr für uns, härter noch als die letzten beiden“, erklärt er. Doch ein Rückzug kommt für Doh nicht in Frage. „Hier in und um Stuttgart gibt es genügend Mannschaften, wo man hingehen kann, da wird es schwer ganz neu anzufangen. Also hat Doh die „alten Hasen“ in die Pflicht genommen. „In diesem Jahr gilt das Motto: Alles für die Mannschaft!“

 

Natürlich klopfen die Arrows parallel noch alte Kontakte ab und versuchen den ein der anderen pausierenden Spieler zur Rückkehr zu bewegen. „Wären alle an Bord geblieben, hätten wir dieses Jahr ein schlagkräftiges Team und hätten die vielen Neuen behutsam an den Sport führen können“, führt Doh aus. Er weiß, dass die Neuen dieses Jahr vielleicht mehr lernen werden, als ihnen lieb ist. „Wir haben sie darauf so weit es geht vorbereitet, sie wissen worum es geht.“ Doh ist sich sicher, dass die Rookies und die Jugendlichen eine Bereicherung für das Team sind und auch wenn die Arrows gegen Böblingen die Underdogs sind, „sind wir auf alle Fälle auf der Höhe, das wir in die Waden beißen können.

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