Arrows auf Abschiedstour

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Trotz des feststehenden Abstiegs ist die Saison für die Stuttgart Silver Arrows noch nicht zu ende. Drei Spiele stehen noch auf dem Programm. Am kommenden Samstag geht es zum Tabellenzweiten, den Badener Greifs, gegen die es im Hinspiel ein deutlich 0:35 gab. Mit einem Sieg ist in diesem Spiel kaum zu rechnen, doch trotzdem wird dies das Ziel der Silberpfeile sein.

 

 

Es gibt Spiele, die tragen auf Grund der Tabellensituation eine gewisse Brisanz in sich, andere Spiele teilen die Brisanz auf Grund der regionalen Nähe und wieder andere vereinen beides. Das Spiel der Arrows am Samstag bei den Badener Greifs, hätten die Verantwortlichen gerne in der letzten Kategorie gesehen, doch nach einer verkorksten Saison bleibt nur der regionale Aspekt übrig. „Es ist ein Derby der beiden Tabellenzweiten“ betont Headcoach Jürgen Doh. Ein Derby zwischen dem Tabellenzweiten von oben (den Greifs) und dem Tabellenzweiten von unten (den Arrows).

 

„Für uns ist es die Abschiedstour. Der Abstieg ist besiegelt und jetzt heißt es, sich mit Anstand aus der Liga zu verabschieden“, sagt Doh. Am liebsten mit einer Leistung wie in 2008 als man die Franken Knights in einem beherzten Kampf an den Rand einer Niederlage brachte. Auch damals stand der Abstieg schon fest, aber das Team bäumte sich noch einmal vor heimischem Publikum auf und verabschiedete sich mit einer bravourösen Partie.

 

Die Saison ist also abgehakt, das letzte Saisonziel ein Sieg. „Wir wollen nicht schon wieder eine Saison ohne Sieg. Das hatten wir erst letztes Jahr“, fährt Doh fort. Gerade die jungen Spieler bräuchten mal dieses Siegesgefühl, um mit positivem Impuls in die nächste Saison zu gehen. Und für diese fangen die Planungen bereits jetzt an. „Wir haben einige Schwachstellen im Team und in der Organisation ausgemacht und diese wollen wir direkt angehen“, erklärt Doh.

 

So soll die Jugendarbeit weiter forciert werden. In den vergangenen Jahren litt sie etwas unter dem Aufwand, der für die GFL2 und die Regionalliga betrieben werden musste. Das gipfelte in diesem Jahr darin, dass die Silver Arrows erstmals seit mehreren Jahren keine eigene Jugendmannschaft stellten, sondern sich in eine Spielgemeinschaft retten mussten. „Unser Ziel ist es, in den kommenden Jahren wieder drei eigenständige Jugendmannschaften aufzustellen.“ Am liebsten wären Doh A-, B- und C-Jugend im Tackle-Bereich, aber auch der Flag-Footballbereich soll wieder ausgebaut werden. Dazu laufen bereits Kooperationen mit Schulen.

 

Doch auch wenn der Fokus bereits auf das Saisonende liegt, lassen die Arrows das Spiel am Samstag nicht aus den Augen. Die Badener Greifs laden zum Familienfest ein und erwarten entsprechend Publikum an historischer Stätte. Denn erstmals seit geraumer Zeit wird ein Spiel wieder auf dem Platz der Grund- und Hauptschule Eggenstein ausgetragen. An diesen Platz hängen schöne Erinnerungen der Greifs, feierten sie doch hier ihre deutsche Vizemeisterschaft, den größten Erfolg in der langen Vereinsgeschichte.

 

Zumindest statistisch sind die Vorgaben eindeutig. Karlsruhe erzielt pro Spiel mehr als 34 Punkte im Schnitt, kassiert dagegen etwas mehr als 24. Trotzdem, oder weil sie eben nicht jedes Spiel überlegen waren, sondern bis zum Schluss kämpfen mussten, sind die Badener zu Recht stolz auf die bisher sieben Saisonsiege und den zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Play-offs zur GFL2 berechtigt. Stuttgart erzielt dagegen pro Spiel gerade mal knapp 9 Punkte und kassiert leider auch fast 35. Für Stuttgart gibt es also nichts zu verlieren, aber es wird sehr schwer etwas zu gewinnen.

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