Arrows-Sieg wäre ein kapitaler Hecht im Abstiegskampf

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Die Tage der Wahrheit sind für die Silver Arrows angebrochen. Am Samstag, 11. Juli, geht es nach Kaiserslautern, wo im Schnitt über 1.000 Fans die Pikes (Hechte) anfeuern. Das Team aus Kaiserslautern konnte schon drei Siege einfahren. Gegen Darmstadt gelang ein knapper Überraschungssieg. Außerdem punkteten die Pikes gegen die Montabaur Fighting Farmers und die Rhein-Neckar Bandits. Wenn Stuttgart noch den Klassenerhalt schaffen will, muss in Kaiserlautern gepunktet werden.

 

„Weder wir noch Kaiserslautern sind noch die Teams vom Saisonbeginn“, findet Headcoach Jürgen Doh. Beide Mannschaften mussten herbe Verluste durch Verletzungen hinnehmen, wobei es die Silver Arrows mit ihrem Stammquarterback sicherlich am härtesten traf. „Die Pikes sind ein Run-First-Team, dass also auf das Laufspiel setzt. Wenn hier die Ballträger 1 und 2 ausfallen, ist das auch heftig“, weiß Doh, der aber erst mal die Aufstellung am Samstag abwarten will. Nicht dass hier eine Überraschung auf die Stuttgarter wartet.

 

Ob Stuttgart gegen den Aufsteiger eine Chance hat, lässt sich anhand der bisherigen Ergebnisse kaum ermitteln. Kaiserslautern spielte zu Beginn wie Stuttgart gegen die arrivierten Teams, konnte aber überraschend gegen Darmstadt punkten, die sich aber in der Folge verbessert zeigten und gegen Stuttgart, einen Monat später, ganz anders präsentierten. Im letzten Aufeinandertreffen mit Darmstadt zogen die Pikes dann auch mit 37:0 deutlich den Kürzeren. Wichtige Siege erzielten die Pikes dann aber gegen Montabaur und Mannheim. Beide Siege vor heimischem Publikum. In einer Kategorie liegen die Pikes ganz vorne in der Statistik, denn im Schnitt finden sich über 1.000 Zuschauer zu den Heimspielen ein. Eine beeindruckende Kulisse also.

 

In anderen Statistiken liegen die Pikes dagegen am unteren Ende der Tabelle. Die Offense erzielte bislang die zweitwenigsten Punkte, schlechter sind aktuell nur die Arrows. In den meisten anderen Rubriken liegen die Arrows hinter den Pikes, damit gelten die Pikes zu diesem Spiel in den einschlägigen Rankings auch als Favoriten (3:1), vor allem vor heimischem Publikum. „Wir müssen von Anfang an dagegen halten und dürfen uns von der Kulisse nicht einschüchtern lassen“, gibt Doh vor. Die Arrows kennen die Pikes aus den zwei Jahren Regionalliga. Dabei mussten sie einmal eine knappe 28:35 Niederlage in Kaiserslautern hinnehmen, nachdem man zur Halbzeit wie der sichere Sieger aussah. Zu Hause gab es ein Jahr später einen souveränen 39:22 Sieg.

 

Einen ähnlichen Auftakt wie damals wünschen sich auch die Verantwortlichen. Die ersten drei Ballbesitze der Pikes endeten jeweils mit einem Ballverlust, den der Stuttgarter Angriff in eine sichere 21:0 Führung im ersten Viertel ummünzen konnte. „Da nimmt man einem Team natürlich den Wind aus den Segeln“, erklärt Doh. In der laufenden Saison sah es viel zu oft anders aus. „Das gilt es auf alle Fälle zu vermeiden!“ Doh ist sich sicher, dass sein Team die Pikes herausfordern und vielleicht auch schlagen kann. Ein Sieg wäre ein kleiner Schritt zum Klassenerhalt aber ein großer Schritt in die richtige Richtung. „Wird Zeit, dass wir uns einen kapitalen Hecht an die Angel holen“, sagt Doh mit einem Zwinkern.

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