Arrows: Ziel ist, die Wildhunde an der kurzen Leine zu führen 

Klaus Krauthan Herren, News Leave a Comment

Wenn die Stuttgart Silver Arrows am kommenden Samstag, den 22. Juni, um 19 Uhr im Stadion Festwiese auf die Pforzheim Wilddogs treffen, dann steht der Gameplan. Das Ziel ist, die Wilddogs an der kurzen Leine zu führen. „Wir müssen das Laufspiel stoppen und beim Passspiel keine großen Raumgewinne zulassen und dazu passend dann mit unserer Offense die Uhr kontrollieren und schnell und dauerhaft punkten!“ Mit einem Sieg wäre das Team von Headcoach Jürgen Doh wohl die größten Abstiegssorgen los. Um 15 Uhr startet bereits die U19 gegen Ludwigsburg.

 

Eine laue Sommernacht, ein Football-Spiel unter Flutlicht, Burger, Bier und mehr, das ist der Traum des American Way of Life. Freitags Abends schauen die Eltern ihren Kids beim Highschool Football zu. Tausende strömen in die Stadien, um Kinder beim Ligaspiel zuzusehen. Man stelle sich das mal im Fußball in Deutschland vor. Aber immerhin, das Feeling des Flutlichtspiels bleibt den Arrows erhalten. „Es ist einfach ein ganz anderes Spiel, wenn das Spielfeld erleuchtet ist und alles drum herum in der Dunkelheit versinkt“, weiß Pressesprecher Klaus Krauthan. Dass die Arrows sich dazu ausgerechnet die zweitkürzeste Nacht ausgesucht haben, ist dem Spielplan zu verdanken. „Da muss man schauen, ob der Gegner aus der Nähe kommt und ob parallel kein anderes Spiel stattfindet.“

 

Die Planungen stehen. Nun kommt es darauf an, auch das Saisonziel im Auge zu behalten. „Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben und liegen im Moment voll im Soll“, bekräftigt Doh das Ziel Klassenerhalt. Unabhängig davon, dass man aktuell auf Rang Drei der Tabelle rangiert. „Die ist eh etwas verschoben, weil die Teams nicht nur unterschiedliche Anzahl an Spielen haben, sondern wir z.B. noch nicht gegen die Albershausen Crusaders (ungeschlagener Tabellenführer) gespielt haben.“

 

Dabei hat Doh mit ganz profanen Problemen zu kämpfen. „Unsere Spieler sind jung und wild und in dem Alter und mit der Einstellung geht man auf Festivals.“ Vom Rock-am-Ring-Wochenende blieb man wegen der Spielpause verschont, aber das Southside-Festival trifft die Arrows nun mitten im wohl wichtigsten Spiel. Aber Doh will nicht über die Ausfälle reden. „Wichtiger ist, dass die Spieler die an dem Tag da sind, auch wenn sie aus der zweiten Reihe kommen, die Lücken schließen und zeigen, dass sie das Team tragen können!“

 

Statistisch könnte es wieder eine ganz knappe Kiste werden. „Pforzheim ist nicht so schlecht, wie sie aktuell dastehen“, weiß Krauthan. „Man muss nur auf das Touchdownverhältnis schauen.“ Auf dem vorletzten Platz mit 4:8 Punkte, aber einen TD-Verhältnis von 157:156 zeugt von ein paar knappen Niederlagen. Die Arrows haben in der gleichen Anzahl Spiele gerade mal einen Punkt mehr erzielt, aber nur 117 zugelassen. „Es wird dennoch auf alle Mannschaftsteile ankommen. Mit der Defense müssen wir den Gegner im Schach halten und mit der Offense müssen wir punkten. Und die Special Teams müssen dafür sorgen, dass wir keine Nachteile haben!“ Doh und seine Coaches haben genau zwei Trainings, um das Team auf diese Herausforderung vorzubereiten.

 

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