Silver Arrows ringen die Wildhunde nieder

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Manuel Fischer treibt die gegnerische Defense vor sich her.Mit einem 26:21 Erfolg über die favorisierten Pforzheim Wilddogs konnten die Stuttgart Silver Arrows am Sonntag, 28. Juli, vor knapp 300 Zuschauern den Klassenerhalt sicher machen. Dabei war es erneut ein Sieg in letzter Sekunde. Dieses Mal aber durch die Verteidigung der Führung und nicht, wie bisher, durch erzielen eines Touchdowns. Mit dem Sieg geht es nun in die Sommerpause. Die können die Arrows gelassen angehen, denn nun geht es beim Nachholspiel am 22. September zu den Kuchen Mammuts.

 

 

Arrows zeigen Flagge beim American Day.Mit dem 26:21 im Rücken waren die Arrows über das Feld marschiert und standen nun an der gegnerischen 20 Yard Linie, als sie vor der Wahl standen, einen vierten Versuch auszuspielen, oder ein Fieldgoal zu versuchen. Andreas Kohler, für das Spiel auch als Kicker tätig, hätte die 30 Yards wohl im Fuß gehabt, aber der böige Wind schien Headcoach Jürgen Doh nicht geheuer zu sein. „Außerdem hat unsere Linie beim Kickingteam heute Schwächen gezeigt.“ Daher ließ Doh den vierten Versuch ausspielen … und scheiterte.

 

Der Teamgedanke steht bei den Arrows ganz oben.Und Pforzheim? Die nutzten die Gunst der Stunde und marschierten über das Feld. Die letzten zwei Spielminuten der zweiten Halbzeit waren angebrochen. Die Wilddogs legten Yard um Yard in Richtung Stuttgarter Endzone zurück und bekamen schließlich an der 11 Yard Linie vier neue Versuche zugesprochen. Und Seitens der Arrows begann nun das große Zittern an der Seitenlinie. Die Cheerleader waren an die 10 Yard Linie geeilt und feuerten nun die Stuttgarter Verteidigung an.

 

Die Cheerleader sind Teil des Teams und auch Teil des Erfolgs.Gerade wenn man an die ersten beiden Drives der Pforzheimer zurückdachte, wie sie da übers Feld marschiert waren und Punkte aufs Scoreboard gebracht hatten, da konnte einem Angst und Bange um die Arrows werden. Dabei hatten die zu Beginn keinesfalls schlechter agiert. Der 7:0 Führung der Wildhunde setzten die Silberpfeile einen entsprechenden Drive entgegen. Läufe über Anton Haffner und Pässe von Brian Lee auf seine zahlreichen Passempfänger fraßen Yard für Yard, bis es schließlich Haffner vergönnt war, sich aus kurzer Distanz in die Endzone zu tanken. Beim zweiten Drive vollendete Lee die Vorarbeit seiner Mitspieler selber. Kohler zentrierte beide Zusatzkicks souverän und es stand kurz nach Beginn des zweiten Viertels 14:14.

 

Die Offense-Line schafft Platz für die Runningbacks.Dass die Teams mit dem Spielstand in die Pause gehen würde, hätte zu dem Zeitpunkt kein Zuschauer gedacht. Zu dominant waren die Angriffsreihen. Doch die Verteidigungsreihen hatten wohl die Nase voll, denn beide waren nun aufmerksam und zwangen Angriff um Angriff zum Befreiungsschlag, bis die Schiedsrichtercrew zur Halbzeit pfiff.

 

Anton Haffner tankt sich in die Endzone. 2 TDs erzielte er in diesem Spiel.Aus dieser kamen die Arrows mit dem Angriffsrecht und den wollten sie nutzen. Es sah gut aus. Ausgewogen, mal Pass, mal Lauf und so arbeiteten sie sich bis an die gegnerische 10 Yard Linie vor, kassierten dort aber eine dumme Strafe, die sie 15 Yards nach hinten warf. Statt Touchdown war man sogar aus der Fieldgoalreichweite raus (es herrschte Gegenwind) und vergab diese Chance. Allerdings konnte man Pforzheim auch stoppen und dieses Mal machten es die Arrows besser. Haffner stürmte über 30 Yards in das gelobte Land. Der Kick von Kohler wurde jerdoch geblockt, so dass die Führung nur 20:14 betrug.

 

Spektakulärer Catch von Devon Van Der Haag.Die Wildhunde hatten nun auch wieder Blut geleckt und zogen über das Feld und krönten einen langen Drive mit einem Touchdown zum 20:21 aus Sicht der Silberpfeile. Rückstand. Das letzte Viertel wurde eingeläutet und die Stuttgarter wollten es wissen. Und mit ein bisschen Glück machten sie auch Raumgewinn. Ein Pass von Lee wurde vom Gegner abgefangen. Doch beim Zurücktragen wurde der gegnerische Verteidiger so hart getackelt, dass er den Ball verlor, den Sergio De Pilla für seine Farben sichern konnte. First Down, Ballbesitz. Den nutzten die Silberpfeile gnadenlos aus und Lee suchte und fand Mike Suggs auf der rechten Seite zum 26:21. Der Zweipunktversuch scheiterte leider und so blieb es eine enge Kiste.

 

Auch Daniel Eberhardt erlief einige Yards in diesem Spiel.Und nun stand Pforzheim vor der Stuttgarter Endzone. Der gegnerische Quarterback nahm das Zepter in die Hand und warf vier Pässe in Folge. Zwei wurden abgewehrt, der erst war sogar überworfen. Der vierte Pass tippte über die Finger seines Passempfängers und ließ die Arrows jubeln, denn nun konnte man abknien und den Sieg nach Hause bringen. „Das war ein Wahnsinnspiel“, jubelt Doh, der sichtlich dankbar war, dass die Defense den Sack zugemacht hatte.

 

Die Defense hielt am Ende den Sieg fest!„Ich brauch jetzt erst einmal ein Bier“, krächzte Andy Giese, der von der Seitenlinie seine Defense bis zur letzten Sekunde instruiert hatte. „So was brauch ich aber nicht jede Woche“, setzt er hinzu. „Ach was, aller guten Dinge sind Drei“, sagt Doh und bezieht sich darauf, dass dies der dritte Last-Second-Sieg der Arrows diese Saison war.

 

Miguel Dittus erzielte zwar keinen TD, machte aber mächtig Yards.Das der Tag, der American Day, nicht nur spielerisch ein Erfolg wurde, war auch dem Hemingway’s Diner aus Hemmingen zu verdanken, die die Zuschauer mit Hamburger und Cheeseburger versorgten. Das letzte Saisonspiel steigt nun erst am 22. September in Kuchen. Die Gastgeber, die Mammuts, stehen bereits als Absteiger fest. Während die Arrows den Klassenerhalt sicher haben.

 

Die Arrows zelebrierten den American Day mit einem Sieg über die favorisierten Pforzheim Wilddogs.

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