Serie gerissen – Silver Arrows immer noch Tabellenführer

Herren

Nick Daubitzer (#7) in ungewohnter Aktion. Hier agiert er gerade als Runningback und erläuft einige Yards. Zum Sieg reichte es aber nicht.Bei der 2:23 Niederlage bei den Biberach Beavers war die magere Ausbeute der Offensive Ursache für die gerissene Serie der Footballer der Stuttgart Silver Arrows. Damit steht nach 5 Siegen in Folge nun auch eine Niederlage in der Bilanz der Stuttgarter. Dennoch bleiben sie weiter Tabellenführer, da sie immer noch einen Sieg mehr haben, als die Verfolger aus Heilbronn und Karlsruhe. „Der Sieg Biberachs war verdient“, sagt Headcoach Jürgen Doh, der mit der Ausbeute seines Angriffs nicht zufrieden sein konnte. Jetzt haben die Arrows aber erst mal 2 Wochenenden Pause und können sich auf die Rückrunde konzentrieren.

Moritz Lauster (#6) fliegt heran, um den gegnerischen Runningback zu stoppen. Rafael Dobler (#34) eilt zur Hilfe herbei.Zwei mal hatten die Arrows eine gute Chance, die Anzeigetafel positiv zu verändern, doch beide male fehlten im entscheidenden Augenblick die Abstimmung in der Offensive. So blieb es bei mageren 2 Punkten Ausbeute, die auch noch die Defensive zu Verantworten hatte. „Unsere Verteidigung war heute gut“, äußert sich denn auch Defensiv Koordinator Nick Daubitzer positiv über seine Jungs. „Zwei mal standen wir durch den eigenen Angriff mit dem Rücken zur Wand und einmal haben wir in der Verteidigung gepatzt.“ Das sind drei Scores.

Aris Katz (#4) in ungewohnter Rolle. Durch die Verletzungen von Dierberger und Canadi ist er nun starting Quarterback bei den Silberpfeilen.Wie immer starteten die Arrows verhalten. Zuerst einmal gönnte sich die Defense den ersten Fehler, der zum ersten Touchdown der Biberacher führte. Der Angriff, der auf einige Starter, darunter Quarterback Michael Dierberger, Runningbacks Anton Haffner und Manuel Lehniger und Widereceiver Raphael Henßler und einige Spieler aus der Offense-Line verzichten musste, konnte sich nicht durchsetzen. Bis zum ersten First Down dauerte es einige Zeit. Da war Biberach schon auf 14:0 davongezogen. Nach einer Interception von Aris Katz in der eigenen Hälfte, standen die Beavers an der 3 Yard Linie und ließen sich das Geschenk nicht nehmen.

Bastian Feigl (#22) erwischt den Widereceiver der Biberach Beavers im letzten Augenblick und ringt ihn zu Boden.Da half es auch nicht, dass die Defense immer wieder Biberach stoppte. Zwar kam etwas Schwung in den Angriff aber dieser Schwung verpuffte dann leider auch ebenso schnell wieder. Die einzigen Punkte brachte dann auch die Defense aufs Scoreboard. Diese hatte den Angriff der Biberacher in seiner eigenen Redzone, also innerhalb der letzten 20 Yards zur Endzone, festgenagelt. Beim anschließenden Punt konnte der Punter den Ball nicht sichern und wurde anschließend von Stefan Muffler in der Endzone getackelt. Safety und 2 Punkte. Da man anschließend direkt wieder in Ballbesitz kam, keimte kurz Hoffnung auf, aber auch dieser Angriff fand ein Ende im Punt.

Patrick Negron (#68), einer von zwei Rookies in der Offense Line an diesem Tag. Die Arrows waren gebeutelt von Ausfällen.Kurz vor der Halbzeit konnte Biberach dann durch ein 40 Yard Fieldgoal noch auf 17:2 erhöhen. Das Comeback war nun also schon auf 15 Punkte angewachsen. Nicht unmöglich, aber auch nicht einfach. Die Coaches nutzten die Halbzeit, um die Spieler aufzurichten und auch zu fordern. „Es ist Eure Chance“, machte denn auch Doh den Backups klar. Und motiviert kam das Team dann auch aus der Pause aufs Feld und wollte es den Coaches zeigen. Aber das Ende der Bemühungen war ein weiterer Punt.

Beherzt packt Oliver Feige (#3) zu und bringt den Gegner zu Boden. Max Hansen (#52) ist schon geschlagen und Dennis Neumann (#81) kommt etwas zu spät.Die Verteidigung der Silberpfeile hielt Biberach jetzt an der kurzen Leine. Maximilian Hansen konnte einen Pass der Gastgeber abfangen, aber auch daraus gab es keinen Impuls für den Angriff. Es entwickelte sich ein Spiel, bei dem die Feldposition die größte Rolle spielte. Und die versemmelten die Arrows, als bei einem eigenen Punt der Snap über den Punter segelte. Das war das zweite mal, dass die Defense mit dem Rücken zur eigenen Endzone stand und auch dieses mal nutzten die Biber die gebotene Chance und mit einem kurzen Touchdown zogen sie auf 23:2 davon. Dass Muffler den Zusatzkick blocken konnte, zeugte von der guten Leistung der Stuttgarter Verteidigung.

Ansgar Holthaus (#54) jagt gerade den gegnerischen Punter. Am Ende wird der von Stefan Muffler in der Endzone der Beavers für einen Safety getackelt.„Ich glaube, selbst wenn das Spiel noch eine weitere Stunde gedauert hätte, wir hätten keinen Erfolg feiern können“, fasst Doh das Abschneiden seines Angriffs zusammen. „Der zweite Anzug ist noch nicht so weit. Da brauchen wir noch ein paar Spiele.“ Aber jetzt haben die Silberpfeile erst mal Zeit, um die Wunden zu lecken und die Verletzungen auszukurieren. Drei Wochen. Und davon hat das Team erst mal eine Woche komplett frei. „Die müssen den Kopf frei bekommen“, weiß Daubitzer.

 

 

 

 

Tim Radke (#28) darf nach seinem Passfang kräftig einstecken. Aus der guten Feldposition gelangen aber keine Punkte. Max Hansen (#52) schnappt sich den Pass der Biber aus der Luft und setzt zum Return an. Daniel Eberhard (#44) wurde in der zweiten Halbzeit richtig warm und sorgte mit seinen Läufen für die Highlights bei den Arrows.

Rafael Dobler (#34) packt mustergültig zu und bringt den gegnerischen Runningback zu Boden. An der Defense lag es am Samstag nicht. Alexander Abramow (#88) hatte die Ehre, den letzten Ball des Spiels zu fangen.