Gegen die Engineers sind Offense und Defense der Arrows gefordert

Klaus Krauthan Herren, News Leave a Comment

Am kommenden Sonntag, 21. Juli, erwarten die American Footballer des AFC Stuttgart Silver Arrows e.V. die Gäste aus Karlsruhe, die KIT SC Engineers, zum Schwaben-Baden-Derby im heimischen Stadion Festwiese. Es ist zudem das Aufeinandertreffen der beiden Tabellennachbarn (Arrows 4., KIT 5.), für die es im Endeffekt um nichts mehr geht. Beide sind nach oben und nach unten aus dem Rennen. Nur während es für Stuttgart nun gegen die Top-Teams geht, hat KIT das offensichtlich leichtere Restprogramm. Die Tore öffnen um 14 Uhr, Kickoff ist dann um 15 Uhr.

 

An der 51:20 Niederlage aus dem Hinspiel musste Headcoach Jürgen Doh nicht lange knabbern. Es war zwar die erste Niederlage nach drei Siegen, aber zum einen musste diese Niederlage mal kommen und zum anderen wurde einige Akteure schmerzlich vermisst. Jetzt trifft man wieder auf KIT, hat dieses mal aber eine Niederlage hinter sich und KIT hat den Sieg über den Tabellenführer im Rucksack. Umgekehrte Vorzeichen also. “Und wir hoffen auch mal, dass wir ein anderes Ergebnis erreichen”, sagt Doh.

 

Wie genau er das erreichen will, lässt Doh schnell raus. “Wir müssen es schaffen, das Laufspiel der Engineers zu stoppen und müssen gleichzeitig mit unserer Offense permanent punkten!” Denn Doh weiß, dass man den Angriff von KIT nicht übers ganze Spiel ausschalten kann. “Wir müssen noch ein bisschen konsequenter sein, wie gegen Albershausen UND wir dürfen uns nicht wieder ständig diese Big Plays einfangen (auch wie gegen Albershausen)!”

 

Aber vielleicht hat die Defense der Arrows auch eine besondere Motivation. Zum einen will man sich natürlich für die meisten Gegenpunkte in der Saison revanchieren, zum anderen wird es das letzte Heimspiel von Defensive Coordinator Daniel Contreras Schneider sein, der sich im nächsten Jahr auf seine Masterarbeit konzentrieren muss und beim letzten Heimspiel nicht im Lande sein wird. “Ein Sieg über KIT wäre ein schönes Abschiedsgeschenk”, findet Contreras Schneider.

 

Doh wird sich erst nach der Saison Gedanken um Ersatz für Contreras Schneider machen. Mit dem Chilenen war die Defense in 2018 die beste der Oberliga geworden und auch in 2019 rangiert sie immerhin im Mittelfeld der Regionalliga Südwest. “Aber übers Knie brechen braucht man jetzt nicht. Nach der Saison ist noch genug Zeit.”

 

Statistisch ist der Angriff das Sahnestück der Engineers. In neun Spielen kamen sie auf 280 erzielte Punkte. Die Arrows kommen bei gleicher Anzahl Spiele auf 221 Punkte. Nur in der Defensive zeigen sie den Karlsruhern die Hacken. Hier ließen die Arrows schmale 204 Punkte zu, KIT immerhin 238. Aber das Restprogramm von KIT ist um einiges leichter, als das der Arrows. Die nächsten Gegner nach den Arrows lauten Heilbronn und Holzgerlingen. Also der Keller der Liga. Bei den Arrows ist es genau anders, da warten Weinheim und Albershausen, also die Spitze der Liga. Das zeigt, wie verschoben der Blick auf die Statistik gerade ist.

 

“Statistik entscheidet keine Spiele, aber sie hilft einem, Dinge zu verstehen”, erklärt Contreras Schneider, der selbst gerne Statistiken bemüht. Er weiß auch, dass KIT noch nicht ganz aus dem Rennen um Platz Zwei heraus ist. “Aber sie brauchen dazu zwei Niederlagen von Weinheim.” Und wir erinnern uns, zu denen fahren die Arrows nur eine Woche später. Er weiß auch, dass seine Spieler am Ende das auf dem Feld umsetzen müssen, was er am Zeichenbrett entworfen hat. Und wie das klappt, kann man am 21. Juli im Stadion Festwiese, Bad Cannstatt, sehen. Sollte er Erfolg haben, wäre KIT definitiv aus dem Rennen.

 

Die Silver Arrows öffnen die Tore des Stadions Festwiese um 14 Uhr, Kickoff ist dann um 15 Uhr. Wie immer bieten die Silver Arrows ein wenig American Feeling durchs Catering zum Spiel an mit Hamburgern (auch vegan), Fries, Coca Cola und Co.
Der Eintritt liegt bei 5 EUR für Erwachsene, 3 EUR für Ermäßigte und Kinder unter 12 Jahren kommen sogar umsonst rein.

 

 

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