Lange Gesichter und keine Punkte – Arrows verlieren 0:10

Herren

Moritz Lauster und Raphael Dobler falten den gegnerischen Runningback zusammen.

Mit einem 0:10 bei den Tübingen Red Knights verpassten die Stuttgart Silver Arrows die Chance, sich den zweiten Platz der Oberliga Baden-Württemberg zurückzuerobern. In einem engen Spiel schafften es die Stuttgarter nicht, die Tübinger Endzone zu stürmen und mussten am Ende erkennen, dass es gegen die Red Knights nichts zu holen gab. Damit können die Arrows nur noch den dritten Platz sichern und empfangen hierzu am Samstag, 22. Juni das Bad Mergentheim Wolfpack im Stadion Festwiese. Kickoff wird da um 17 Uhr sein.

 

Florian Laufer blockt für Manuel Lehniger.

Die Männer der Stuttgart Silver Arrows machten lange Gesichter und saßen enttäuscht am Boden, als die Coaches das Spiel noch einmal kurz zusammenfassten. „Wir haben heute hier so gespielt, wie wir die letzten Wochen trainiert haben“, sagt Nick Daubitzer überraschend ruhig. „Wir haben die Quittung dafür bekommen und stehen nun dumm da!“ Der Defensiv Coordinator der Silberpfeile war nicht gut auf diese Niederlage zu sprechen. „Mit mehr Einsatz aller Beteiligten wären wir heute als Sieger vom Platz gegangen.

 

Aasgar Holthaus schnappt sich den Runningback im Backfield.

Und das hätte durchaus der Fall sein können, denn die erste Chance hatten die Arrows, doch Headcoach Jürgen Doh setzte auf seine Offense und spielte den vierten Versuch aus. Anstatt einem möglich Fieldgoal scheiterte der Angriff. Statt 3:0 blieb es beim 0:0 und das sogar bis zur Halbzeit. Auch wenn beide Angriffsreihen immer bessern in Schwung kamen. Den Anfang machten die Arrows von der eigenen 8 Yard Linie bis zur Tübinger 3, wo eben dieser vierte Versuch scheiterte. Tübingen machte es bis zur Feldmitte besser, aber ab da ging es rückwärts und die roten Ritter mussten einmal mehr punten.

 

Zwei Ex-Tübinger geben für die Arrows alles. Jan Halbmann mit Ball und Raphael Dobler beim Block.

Als es den Arrows nicht anders erging, puntete Stefan Muffler den Ball Richtung Tübinger Endzone und es kam zum ersten Aufreger. Der Tübinger Returner konnte den Ball nicht fangen, jedenfalls nicht auf Anhieb. Kurz vor dem Stuttgarter Spieler konnte er sich aber auf den freien Ball werfen. Es folgten die nächste Aufreger. Erst Tübingen und dann Stuttgart versemmelten ihre Punts. Daraus konnte Tübingen aber am Ende kein Kapital schlagen, denn Max Hansen konnte den entscheidenden Pass vor der Stuttgarter Endzone abfangen. Mit 0:0 ging es in die Halbzeit. Aber trotz der fehlenden Punkte, war das Spiel in keiner Sekunde langweilig. Und so sollte es weitergehen.

 

F-U-M-B-L-E! Leider bleibt Tübingen in Ballbesitz.

Im ersten Drive der Stuttgarter warf Michael Dierberger einen Pass auf Max Hüther, der aber schon beim Fangversuch stark unter Druck war und den Ball nicht sichern konnte. Dieser fiel dann irgendwie in die Hände eines Tübingers. Die Defense der Silberpfeile war auf der Höhe, konnte aber das Fieldgoal aus 57 Yards nicht verhindern. Damit ging Tübingen in Führung und baute diese im nächsten Drive aus, als die Defense der Stuttgarter nur einen Augenblick unaufmerksam war und die roten Ritter einen langen Pass an den eigenen Mann bringen konnte. Der reichte zwar nicht zum Touchdown, aber nach zwei Läufen waren auch diese fünf Yards überbrückt.

 

Michael Dierberger bleibt in 2 langen Drives ohne Punkte.

Es folgten wieder Ballbesitzwechsel. Erst fand Dierberger erneut den falschen Receiver, dann verlor ein Tübinger Runningback beim Tackle den Ball, den Stuttgart sichern konnte. Erneut kämpften sich die Silberpfeile in Richtung Tübinger Endzone, wagten sogar erneut den vierten Versuch und endeten an der Tübinger 1 Yard Linie mit einem Fumble. „Das war symptomatisch für unser Spiel heute“, sagt Doh. „Wir haben Yards um Yards gemacht, aber in den entscheidenden Situationen leider nicht die nötigen Punkte gemacht.

 

Stefan Muffler sackt den gegnerischen Quarterback.

Nun geht es am kommenden Samstag im heimischen Stadion Festwiese im letzten Heimspiel gegen das Bad Mergentheim Wolfpack, gegen das die Arrows noch eine Rechnung aus der 3:6 Hinspielniederlage offen haben. Kickoff ist um 17 Uhr und die Arrows können jede Unterstützung gegen den Aufsteiger brauchen. Doch dazu muss sich das Team auch im Training beweisen, denn Daubitzer bleibt dabei „Wir spielen, wie wir trainieren!“