Silver Arrows nehmen die ersten Punkte mit nach Hause

Herren

Mit 50 Mann zum ersten Auswärtsspiel

Im ersten Saisonspiel konnten die Stuttgart Silver Arrows einen 34:19 Erfolg über die erstarkten Böblinger Bears verbuchen. In Böblingen setzten sie sich mit einer soliden, aber ausbaufähigen Leistung durch und feierten mit den vielen Rookies im 50-Mann-Kader des Tages ausgelassen den Sieg. Am 14. Mai geht es an Muttertag im Stadion Festwiese dann wieder zur Sache. Gäste sind dann die Ostalb Highlanders. Kickoff ist um 15 Uhr.

 

Blocken ist Teamwork.

Zum Start in die Oberliga Saison konnten die Silver Arrows im Stadion der Böblingen Bears mit einem vollen Kader auflaufen. 50 Spieler passen auf den Spielberichtsbogen, 50 Spieler standen an der Seitenlinie der Arrows. Und dabei waren noch nicht mal alle Spieler am Start. Dass darunter natürlich auch viele Neulinge, sogenannte Rookies dabei waren, ist bei über 20 Neulingen im Kader nicht verwunderlich. Eher erstaunlich war, dass sie sich gleich gut eingebracht hatten.

 

Florian Laufer in der Zange.

Den ersten Drive gönnten die Bears den Silver Arrows. Diese marschierten bis zur Redzone, den letzten 20 Yards vor der Endzone, gut übers Feld, verloren dann aber bei windigen Verhältnissen den Schwung und mussten mit einem 35 Yards Fieldgoal von Stefan Muffler vorlieb nehmen. Diese 3:0 Führung verteidigten sie dann gegen ebenfalls gut marschierende Böblinger, die sie im vierten Versuch stoppen konnten. Mit dem 3:0 wurden dann auch erstmals die Seiten gewechselt. Da sich beide Teams besser auf das Laufspiel der Teams eingestellt hatten, folgten einige Punts, freiwillige Ballbesitzabgaben.

 

Steve Watchueng tritt an

Dabei hatten die Bären ein leichtes Übergewicht, das konnten die Silberpfeile aber mit einem Pass von Michael Dierberger auf Atdhe Bulliqi ausgleichen. Der Rookie verwandelte den etwas unterworfenen Pass in seinem ersten Spiel und seinem ersten Spielzug zu einem Touchdown aus 40 Yards. Mufflers Zusatzkick war gut und die Arrows führten 10:0. Und sie schienen nun den Schwachpunkt der Bears gefunden zu haben. Mit zwei Runningbacks im Rückraum powerten sie sich übers Feld, um im entscheidenden Augenblick den Lauf anzutäuschen und den Pass zu werfen. Dieses mal fand Dierberger mit Raphael Henßler einen erfahren Spieler, dafür aber auch aus 49 Yards zum Touchdown. Muffler erhöhte souverän auf 17:0.

 

Manuel Lehniger springt in die Endzone

Mit diesem Polster hätte man sich seitens der Arrows auch gerne in die Pause verabschiedet, aber die Bears hatten etwas dagegen. Zwar mussten sie punten, hatten aber das Glück, dass die Refs ein Foul gesehen hatten und den Bears so einen zweifelhaften neuen ersten Versuch zugesprochen hatten. Das nutzten die Bären für einen starken Drive, den sie dann aus kurzer Distanz auch zu einem Touchdown anschlossen. Der Zusatzkick ging daneben und somit ging es mit 17:6 in die Pause. Aus der kamen die Teams erst unkonzentriert und beide mussten erst mal punten. Richtig wach wurden dann aber die Bears, die mit einem Pass 80 Yards überwinden konnten und mit gelungenem Kick nun auf 17:13 herangekommen waren.

 

15°, Sonnenschein, die Defense hält

Es brauchte nun die Unterstützung der Böblinger, ehe die Silver Arrows selbst wach wurden. Wieder tauschte man Punts aus, doch der letzte der Bears misslang und die Silberpfeile starteten an der gegnerischen 30 Yards Linie. Diese Chance ließen sich die Gäste nicht entgehen. Die letzten 10 Yards überbrückte Dierberger wieder mit einem Pass auf Henßler und weil auch Muffler zuverlässig war, erhöhten die Arrows auf 24:13. Nun patzten aber auch die Stuttgarter, bei denen Steve Watchueng, sonst explosiver Ballträger, den Ball verlor, den die Böblinger tief in der Hälfte der Arrows für ihre Farben sichern konnten und gleich nach dem letzten Seitenwechsel in Punkte ummünzten. Den Zwei-Punkt-Versuch vereitelte aber eine aufmerksame Defense der Stuttgarter. Somit stand es 24:19.

 

Atdhe Bulliqi mit seinem ersten Spielzug zum TD

Es was klar, dass die Arrows noch einen draufpacken mussten, wollten sie das Spiel nach Hause bringen. Aber Fans und Verantwortliche mussten etwas Geduld mitbringen, denn beide Teams tauschten erneut Punts aus. Erst als Dierberger Rookie Paul Steigerwald mit einem schönen Pass bediente waren die Arrows wieder in Schlagdistanz. Die letzten acht Yards überbrückte Manuel Lehniger auf dem Boden und mit Mufflers Kick zogen die Arrows auf 31:19 davon. Die Bears mussten sich nun aufs Passspiel verlegen, das hatte die Stuttgarter Defense nun aber gut im Griff und konnte selbst im vierten Versuch dagegenhalten, so dass die eigene Offense mit kurzem Feld auf den Platz kam. Michael Canadi konnte mit den Rookies, z.B. Tobias Baisch, zwar Yards machen, der Touchdown blieb ihnen aber verwehrt. So musste Muffler aus 20 Yards für den 34:19 Endstand sorgen.

 

Johannes „Speedo“ Fischer hat alles im Griff

„Der Start ist gelungen, wenn auch etwas holprig“, freute sich Headcoach Jürgen Doh. „Wir haben das Potential unser Ziel zu erreichen, aber wir müssen definitiv noch an vielen Stellen feilen und besser werden.“ Mit 50 Spielern ist der Kader voll und Doh würde sich freuen, wenn das so bleibt. „Es ist immer gut, wenn man auf allen Position rotieren kann, die bessere Physis hat sich am Ende auch für uns ausgezahlt.“ Sein Defensive-Coordinator Nick Dauubitzer war mit der Leistung seiner Defense zufrieden, mahnt aber auch an, dass man dran bleiben muss. „Noch 2 Wochen Training und dann gibt es Rosen für die Mütter und Veilchen für die Highlanders“, sagt er mit einem schelmischen Lächeln.

 

Rookie Tobias Baisch macht eine gute Figur

Damit spielt er auf das erste Heimspiel am 14. Mai, Muttertag, an. Dort kommen dann die Ostalb Highlanders ins Stadion Festwiese. Kickoff ist um 15 Uhr, Beginn der Veranstaltung ist bereits um 14.30 Uhr. Geparkt werden kann kostenlos auf dem Parkplatz P9. Zum Einlauf der Mannschaft werden die Arrows auch live ihren eigenen Song präsentieren, es lohnt sich also schon vor dem Kickoff im Stadion zu sein. Wie immer bieten die Arrows auch eine Hüpfburg für die Kleinen und leckere Hamburger für die Großen an.