Noch vier Teams übrig – eine Gemeinsamkeit

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Logo des Superbowls 51 (Wikipedia)

Die NFL-Saison neigt sich dem Ende, die Spannung steigt, der Superbowl ist für vier Teams zum Greifen nah. Und es sind vier Teams in die Conference Finals eingezogen, die eines gemeinsam haben: einen großartigen Quarterback! Die Finalisten heißen Atlanta Falcons und Green Bay Packers für die NFC und New Englad Patriots und Pittsburgh Steelers für die AFC. Respektive Matt Ryan, Aaron Rodgers, Tom Brady und Ben Roethlisberger.

 

Offense wins games, Defense wins Championships. Das scheint in diesen Playoffs bisher ausgesetzt zu sein. Die beste Defense der Liga, Kansas City Chiefs, scheiterte in den Division Finals an der eigenen, kurzgehaltenen Offensive, der Platzhirsch Dallas an einem fast magischen Aaron Rodgers. Seattles Legion of Boom wurde von Matt Ryan zerpflückt und Houston, nun, Houston hatte ein Problem, ein Quarterback-Problem. Diese vier Top-Verteidigungen zogen alle den Kürzeren und nun stehen da vier Mann ganz oben.

 

Matt Ryan (Wikipedia)

Matt Ryan, der einzige ohne Ring, aber ein heißer Kandidat auf den MVP-Titel diese Saison. Er führt praktisch in fast allen wichtigen Statistiken, oder findet sich unter den ersten Drei. Sein QB-Rating mit 117,7 über eine komplette Saison hinweg ist schon fast unglaublich. Und wie er in den letzten Spielen die gegnerische Verteidigung zerlegt hat, grenzt schon an chirurgische Präzision. Gut, er hat mit Jones einen der besten Receiver an seiner Seite, dazu ‚Sanu, Fuller und mit Gabriel einen wahnwitzig schnellen Spieler, und das Duo Freeman & Coleman, die es zusammen auf statistische Werte wie Bell bei Pittsburgh bringen.

 

Aaron Rodgers (Wikipedia)

Aaron Rodgers, Mr. Magic, der Mann mit dem sechsten Sinn und dem überragenden Wurfarm (Superbowl-Champion und 2-facher Liga-MVP). Der Mann mit der inneren Ruhe. Sei es sein „R-E-L-A-X!“ in 2014, oder sein „I think, we can still run the table!“ in der aktuellen Saison. Über die letzten sieben Spiele liegt sein Rating sogar noch ein Stück höher als das von Ryan und seine 40 TD-Pässe sind der Topwert der Liga. Aber was ihn besonders ausmacht, hat man in den letzten 35 Sekunden gegen die Cowboys gesehen. Wäre da nur nicht das Verletzungspech der Packers. Das Defensive Backfield wirkt wie ein Flickenteppich. Die Top-3 Cornerbacks sind verletzt. Nun auch noch Rodgers beste Anspielstation Nelson, der die TD-Statistik bei den Receivern anführte.

 

Tom Brady (Wikipedia)

Tom Brady, über ihn muss man eigentlich kein Wort verlieren (4-facher Superbowl-Champion und 2-facher Liga-MVP). Der Mann ohne Nerven. Hätte er nicht die ersten vier Spiele mit einer Sperre gefehlt, der MVP-Titel hätte ein weiteres mal an ihn gehen müssen. Gerade mal zwei Fehlwürfe hatte er sich in der Saison erlaubt. Er hat die Chance, als erster QB am Ende mit FÜNF Ringen dazustehen. Und das mit einer Offense, der es irgendwie an allem zu mangeln scheint. Ohne Gronkowski. Ein Team der Mittelmäßigen, die ER großartig macht. Edelman in allen Ehren, aber er und seine Kompagnons (kennt außer Patriots-Fans jemand Hogan oder die anderen Receiver?) sind nicht herausragend.

 

Ben Roethlisberger (Wikipedia)

Und zuletzt „Big“ Ben Roehtlisberger. Der QB mit der wohl potentesten Offensive, den drei großen Bs, BigBen, Bell und Brown. Er selbst hat den Superbowl schon zwei mal gewonnen und da war seine Offensive nicht so stark, wie sie jetzt ist. Mit Bell haben sie den besten Runningback der Liga in ihren Reihen und mit Brown auch noch den besten Receiver. Wie soll eine Defense gegen Lauf und Pass gut stehen? Den Chiefs ist es gelungen, die Steelers bei „nur“ sechs Fieldgoals zu halten, doch selbst haben sie es auch nicht viel besser gemacht. Und mit gerade mal einen zugelassenen Sack und einem Fehlpass standen die Steelers am Ende nicht schlechter da, als die Chiefs, was sicherlich den Ausschlag gab.

 

Während Ryan und Rodgers im direkten Aufeinandertreffen den MVP-Kampf unter sich ausmachen können, muss Big Ben nach Foxboro und sich dort der Übermacht Bradys stellen. Selbst mit der besten Offensive keine leichte Aufgabe. Und auch hier gibt es eine Gemeinsamkeit. Beide Paarungen gab es diese Saison bereits einmal. Die Patriots besiegten die Steelers in Woche 7 mit 27:16, allerdings traten sie in Pittsburgh an und die Steelers ohne Big Ben. Und die Falcons hatten im Fotofinish beim 33:32 in Woche 8 zu Hause die Nase vorn (mit sieben Führungswechseln). Der Beginn der vier Spiele anhaltenden Niederlagenserie der Packers, die ohne echten Runningback angetreten waren.