Silver Arrows Flag Kids wieder auf dem Treppchen

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Flag Kids waren in Kuchen wieder am Start

Auch im dritten Anlauf beim Kuchen Mammuts Flag Bowl schafften es die Flag Kids der Silver Arrows aufs Treppchen, dieses mal aber „nur“ auf Platz Drei. Dabei mussten die Flaggies auf ein paar Leistungsträger verzichten und reisten mit dem Minimalkader an. Sie schlugen sich aber tapfer, was darauf hinauslief, dass sie in 4 Spielen drei knappe Niederlagen gegen körperlich überlegene Teams hinnehmen mussten. Am Ende blieb nur noch die Platzierung hinter den Kuchen Mammuts und den Ludwigsburg Bulldogs.

Mit trickreichen Spielzügen machen die Flag Kids Yards

Noch einen Tag vor dem Turnier musste Headcoach Klaus Krauthan die Hiobsbotschaft hinnehmen, dass zwei erfahrenere Flag-Spieler am Samstag fehlen würden. Damit war man auf den Minimalkader reduziert und da war auch Alexander Dürr mit eingerechnet, der auf Grund einer Knöchelverletzung gar nicht mitspielen konnte. „Das war schon sehr ärgerlich“, gibt Krauthan zu, der so kurzfristige Absagen nicht zwingend verstehen kann. „Wenn jemand krank wird, ist das eine Sache, aber wenn plötzlich andere Termine da sind, da fragen wir uns schon, ob wir uns auf diese Leute in 2017 verlassen können“, grollt er.

Bei Flag kommt es auch aufs Tempo an

Umso mehr mussten eben die anderen ran und trafen gleich zu Beginn auf die Bulldoggen. Die verzeichneten in ihren Reihen 4 oder 5 Spieler, die sogar die Coaches der Arrows an Länge überragten. Die hatten sich an dem Tag übrigens in Schale geworfen und standen im Anzug an der Seitenlinie. Das hatte aber den Hintergrund, dass die Herren am Abend noch zur vereinseigenen Weihnachtsfeier mussten und vorgesorgt hatten, falls es beim Turnier später werden sollte. Aber es wurde nicht später. „Der Zeitplan wurde fast perfekt eingehalten. Ein Lob an die Ausrichter“, fährt Krauthan fort.

Gescort wird meistens mit dem Passspiel

Ludwigsburg hatte im ersten Spiel gegen Kuchen mit 12:16 gewonnen und hatten dabei die Größenvorteile mit langen Pässen ausgenutzt. Darauf wollten die Coaches der Flag Kids mit einer Zonenverteidigung reagieren, aber es dauerte bis ins vierte Spiel, bis das System saß. „Das konnten wir leider in den letzten Trainingseinheiten nur bedingt trainieren und da war dann immer der ein oder andere nicht da“, erklärt Michael Dierberger das Dilemma. Trotzdem hielt man Ludwigsburg lange in Schach. Mit einem Safety ging man sogar 2:0 in Führung und erhöhte später sogar auf 8:0, doch Ludwigsburg fasste sich wieder und konterte mit eben zwei dieser tiefen Pässe auf die langen Spieler und verwandelte zudem jeweils den Zwei-Punkt-Versuch, was zum 8:16 Endstand führte.

Der Spielzug wird im Huddle bekanntgegeben

Es folgte der erste Auftritt gegen Kuchen. Hier sah man offensiv zwar etwas besser aus, hatte aber in der Defense öfters das Nachsehen, wo sich Keanu Albrecht und Leon Köhnke aber tapfer gegen die Größeren wehrten. So lief man das gesamte Spiel über einem Rückstand hinterher und konnte zum Schluss war noch einmal auf 13:14 rankommen, musste dann aber noch eine weiteren Touchdown einstecken, den man nicht mehr kontern konnte. Endstand 12:24. Kuchen durfte nun in der Rückrunde wieder gegen Ludwigsburg ran. Dieses mal waren sie besser in Schwung, praktisch schon warm gespielt und nun konnten sie beim 26:22 den direkten Vergleich auf Grund der mehr erzielten Touchdowns für sich entscheiden, was später zum Turniersieg führen würde.

Ordentliche Aufstellung. Nicht erforderlich, sieht aber gut aus

Zuvor mussten aber alle nochmal gegen die Flag Kids ran. Und Ludwigsburg tat sich sehr schwer, denn die Stuttgarter verteidigten immer besser und kamen auch offensiv in Schwung, was vor allem vom Publikum goutiert wurde. Immer wieder setzten die Arrows durch ihren wuseligen Runningback Marvin Sauer Nadelstiche gegen die größeren Jungs in der Verteidigung. Aber auch Moritz Dorn und Dmitrij Schilling liefen gut mit dem Ball. Stuttgart ist eines der wenigen Teams die beim Flag Football nicht nur auf den Pass setzen. Aber in den entscheidenden Situationen packte Philipp Vollmer auch mal den tiefen oder kurzen Pass aus. Beim Stand von 16:19 kamen die Flag Kids nochmal in Ballbesitz, aber ohne die Möglichkeit die Uhr anzuhalten, lief den Arrows die Zeit davon und man musste sich erneut geschlagen geben.

Es folgte eine Art Finale gegen die Kuchen Mammuts. Diese hatte man in den ersten beiden Turnieren immer hinter sich gelassen, aber immer schon gesagt, dass die Mammuts immer besser werden und es von Turnier zu Turnier sicher härter werden würde. Und so kam es auch. Aber nach dem ersten Spiel fühlten sich die Mammuts wohl etwas zu sicher, denn jeden Touchdown der Gastgeber konterten die Flag Kids. So stand es 6:7, dann 13:14 und als Kuchen auf 13:20 erhöht hatte, war wieder die Zeit gegen die Arrows, die Kuchen fast am neuen First Down gehindert hatten. Aber so war man erneut gezwungen so schnell als möglich tief zu gehen, was Kuchen natürlich wusste und besser verteidigen konnte.

„Wir sind dennoch sehr zufrieden“, sagt Dierberger. „Allein die optische körperliche Überlegenheit hat schon gegen uns gesprochen. Dazu der kleine Kader. Dafür haben wir uns beachtlich geschlagen.“ Die großen Herzen der kleinen Flag Kids wurden denn auch vom Publikum immer wieder mit Applaus bedacht. „Unser Kampfgeist hat uns im Spiel gehalten und hätten unsere Kids schon in den ersten beiden Spielen unsere Anweisungen besser umsetzen können, wäre es sicher noch knapper geworden“, findet Krauthan, der sich aber vor allem darüber freut, dass zum Ende das Team trotz der Personalsorgen immer stärker wurde und sogar gegen die großgewachsenen Gegner im Passspiel gut verteidigte.

Zum dritten mal in Kuchen auf dem Treppchen. Hintere Reihe (vlnr): Headcoach Klaus Krauthan, Philipp Vollmer, Leon Köhnke, Alexander Dürr, Assistant Coach Michael Dierberger. Vordere Reihe (vlnr): Moritz Dorn, Keanu Albrecht, Dmitrij Schilling, Marvin Sauer.