Knapper Sieg – Silberpfeile treffen auch gegen die roten Ritter

Herren

Manuel Lehniger streckt sich für den Sieg-TD.Mit einem 14:12 Erfolg bei den Tübingen Red Knights gelang den Stuttgart Silver Arrows der zweite Sieg in Folge in der Saison 2016. Touchdowns von Florian Laufer und Manuel Lehniger hielten den Gegner auf Distanz. Damit bleiben die Stuttgarter weiter auf Platz 3 in der Oberliga, direkt hinter Heilbronn und Karlsruhe. Und Letztere sind am 30. April zu Gast im Stadion Festwiese. Dann wird sich ab 16 Uhr zeigen, wer Heilbronn auf den Fersen bleibt.

Rafael Dobler stoppt seinen Bruder.Die Tübingen Red Knights hatten gerade mit dem zweiten Touchdown des Tages das Spiel gedreht, als das Specialteam den Zusatzkick des Tübinger Kickers blocken konnte. Somit stand es nur 7:12 aus Sicht der Silberpfeile. Zwar brauchte man immer noch einen Touchdown zum Sieg, aber der Impuls war gegeben. „Das war extrem wichtig“, weiß auch Headcoach Jürgen Doh.

Michael Dierberger findet aus 25 yd. Florian Laufer zum TD.Dabei hatte das Spiel im Dauerregen kaum viele Hoffnungen auf Offensivaktionen gemacht. Tübingen brachte zwar das ein oder andere First Down zu Stande, musste sich aber immer wieder mit einem Punt vom Angriffsrecht trennen. Bei den Stuttgartern lief es erst im zweiten Drive besser. Einen Marsch über das Feld vollendete Michael Dierberger mit einem 25 Yards Pass auf Florian Laufer. Stefan Muffler sorgte mit seinem gelungenen Zusatzkick für die 7:0 Führung.

Lukas Dank ackert für jedes Yard.Dann gönnten sich die Silver Arrows den ersten von mehreren Fehlern. Dierberger unterwarf bei einem Pass seinen Receiver und ein gegnerischer Spieler fing den Ball ab. Damit war Tübingen erstmals in der Hälfte der Stuttgarter. Und die Arrows hatten Glück, als der freie Passempfänger der Red Knights den Ball einfach fallen ließ. Muffler schnappte sich den nächsten Pass der Gastgeber und beendete so deren Hoffnungen auf den Ausgleich. Doch es folgte der zweite Fehler. Doh hatte seine Offensive in der Spielfeldmitte im vierten Versuch auf dem Feld gelassen, doch der Versuch schlug fehl und Tübingen hatte erneut ein kurzes Feld. Und kurz vor der Pause vollendeten die roten Ritter dieses mal erfolgreich ihre Aufholbemühungen. Zwar ging der Zuatzkick daneben, aber der 7:6 Anschluss war geschafft.

Gemeinsam gegen den Gegner. Die Defense stoppt die Red Knights.Mit diesem Spielstand ging es in die Pause und aus der wollten die Arrows mit neuem Schwung kommen. Doch der verpuffte erst einmal im ersten Drive. Das Laufspiel wollte nicht ins Rollen kommen. Mario Hoffmann reagierte und stellte in der Line etwas um, und gleich im nächsten Drive lief es plötzlich. Manuel Lehniger, Lukas Dank und Anton Haffner erliefen Yard um Yard. Aber noch reichte es nicht. Muffler versuchte sich in einem 40 Yard Fieldgoal, eine Windböe im unrechten Augenblick verkürzte seinen Kick leider um einige Meter und es blieb beim 7:6.

Florian Laufer findet die Endzone zum 7:0.Allerdings lief es nun auch bei Tübingen besser. Ermutigt vom eigenen Erfolg marschierten sie über das Feld und kurz nach dem letzten Seitenwechsel belohnten sie sich für ihre Mühen. Mit einem Pass über 12 Yards überbrückten sie die letzten Meter und gingen mit 7:12 in Führung. Doch der Zusatzversuch wurde geblockt. Und mit diesem Block ging ein Ruck durch die Offensive der Arrows. Lauf- und Passspiel funktionierten plötzlich prächtig und unterstützt von einem Tübinger Fehler marschierten nun sie übers Feld und es war Lehniger vergönnt, die letzten drei Meter zu überbrücken und für die erneute Führung zu sorgen. Muffler war wieder zielsicher und sorgte so für das 14:12.

Rafael Dobler und Sebastian Staritz ringen den RB zu Boden..„Jetzt musste die Defense nochmal ran und sie hat die Zähne zusammengebissen und Tübingen die Grenzen aufgezeigt“, erklärt Nick Daubitzer sichtlich stolz. Der Koordinator der Verteidigung sah, wie seine Jungs die Gastgeber im vierten Versuch an der eigenen 30 Yard Linie stoppen konnte. Tobias Böhm fälschte den Pass so ab, dass der Passempfänger keine Chance mehr hatte, an den Ball zu kommen. Und der Angriff nutzte seinen neuen Schwung nochmals, um erneut über das Feld zu marschieren und Zeit von der Uhr zu nehmen. Ein weiterer Touchdown blieb den Silberpfeilen zwar verwehrt, aber die roten Ritter konnten das Spiel in den letzten Sekunden auch nicht mehr drehen.

Manuel Lehniger kam in Halbzeit 2 richtig ins Rollen.Mit dem 14:12 Erfolg bleiben die Arrows auf Tuchfühlung zu den Heilbronn Salt Miners, die ihr Spiel gegen Freiburg deutlich mit 38:14 gewinnen konnten, und zu den Karlsruhe Engineers, die in Biberach mit 17:0 als Sieger vom Feld gingen. Eben jene Engineers sind am kommenden Samstag um 16 Uhr zu Gast im Stadion Festwiese. „Am 30. April werden wir noch besser spielen müssen, um unsere Siegesserie am Laufen zu halten“, weiß Doh. Und sein Team weiß es auch. „Das ist der beste Saisonstart, den ich mit den Arrows erlebe“, äußerte sich ein Spieler nach dem Spiel, „und den werden wir gegen die Engineers nicht versauen!“

 

 

 

Ansgar Holthaus holt rechtzeitig den RB von den Beinen. Teamwork ist in der Defense gefragt. Anton Haffner schiebt den Pulk nach hinten.

Die Offense Line gibt in Hälfte Zwei Vollgas.