Silver Arrows mit ersten Sieg zum Saisonauftakt seit 2007

Herren

Mit einem 13:6 sicherten sich die Stuttgart Silver Arrows am Samstag, 16. April, den ersten Sieg der Saison. Ausgerechnet über die Freiburg Sacristans, Absteiger aus der Regionalliga, erzielten die Nordstuttgarter den ersten Erfolg zum Auftakt seit 2007. Dabei sah es zwischenzeitlich mal gar nicht so gut aus, als Freiburg mit 6:3 in Führung ging. Aber die Arrows kamen zurück und sicherten sich den Heimerfolg vor knapp 200 Zuschauern.


 

Man muss schon bis in das Aufstiegsjahr 2007 zurückgehen, um den letzten Erfolg zum Saisonauftakt der Silver Arrows ausfindig zu machen. Damals schaffte man aber nicht nur den Auftakterfolg, sondern am Ende sogar die „Perfect Season“, also eine Saison ohne einen einzigen Punktverlust. Ob es 2016 dazu kommen könnte sei mal dahingestellt, über die ersten Punkte freuen sich die Silberpfeile auf alle Fälle. Den ersten „Touchdown“ erzielte aber Verteidiger Patrick Brand, der seiner Freundin auf dem Feld vor dem Spiel einen Heiratsantrag machte und ein „Ja!“ erhielt.

Freiburg gewann den Coin Toss und entschied sich dafür den Ball zu empfangen, konnte mit dem Angriffsrecht aber nichts anfangen, denn die aufmerksame Stuttgarter Verteidigung gönnte den Gästen lange Zeit keinen First Down und daher trennten sich die Breisgauer anfangs häufig mit einem Punt vom Ball. Die Stuttgarter machten es anders und erzielten immerhin ein 45 Yard Fieldgoal durch Stefan Muffler. Danach bewegten die Silberpfeile zwar oft die Kette, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Ein weiterer Fieldgoalversuch von Muffler aus 39 Yards ging leider daneben, so dass sich die Teams mit dem 3:0 in die Pause verabschiedeten.

Dabei gab es Chancen genug für die Arrows. Tobias Böhm und Stefan Muffler sorgten mit abgefangenen Pässen für beste Feldposition, aber in der Offensive lief es nicht so rund, wie in der Verteidigung. Denn selbst als es da mal für die Freiburger lief, schlug die Abwehr zu und einmal mehr war es Böhm, der einen gegnerischen Pass in der eigenen Endzone abfangen konnte.

Der Angriff um Michael Dierberger setzte dabei oft auf Risiko und spielte vierte Versuche aus, aber das Risiko wurde nur selten belohnt und so war es die logische Konsequenz, dass die Gäste auch mal einen lichten Moment haben würden- Und ausgerechnet da erlaubte sich die Verteidigung einen Sekundenschlaf. Erst war ein Pass über die Mitte erfolgreich, dann ein langer Lauf über außen und schon führten die Gäste mit 3:6 (der PAT ging daneben).

Aber die Silberpfeile blieben dran. Praktisch im Gegenzug, aber schon im letzten Viertel traf Muffler erneut aus 45 Yards zum 6:6. Und es kam noch besser. Nach einem schlechten Punt kamen die Arrows in der Spielfeldmitte in Ballbesitz und nach Läufen und kurzen Pässen findet Dierberger Raphael Henßler zum entscheidenden Touchdown aus 27 Yards. Dass Böhm dann mit der dritten Interception den Sieg seiner Arrows sicherte, stellte dann nur noch das i-Tüpfelchen dar. Freiburg war am Ende chancenlos und musste sich dem Willen der Arrows beugen.

„Wir haben in der Verteidigung dominiert“, fasst Nick Daubitzer die Leistung seiner Defense zusammen. „Unsere Defense hat uns heute zum Erfolg getragen“, erkennt auch Headcoach Jürgen Doh neidlos an. Zwar hat sie sich auch mal wieder eine Auszeit gegönnt, aber im entscheidenden Augenblick war sie wieder da. „Nur unsere Offensive hat etwas gehakt“, moniert Sergio DePilla. Seine Passempfänger hatten lichte, wie auch dunkle Momente. „Wenn wir die Drops abstellen, läuft es auch im Angriff besser“, ist er sich sicher.

Auch Anton Haffner, verantwortlich für die Runningbacks, glaubt, dass der Angriff noch besser werden wird. „Wenn die Offense Line sich steigert, ist für unsere Runningbacks mehr Raum da und wenn wir mehr Raum bekommen, dann bekommen am Ende auch die Receiver mehr Raum und Yards sind die logische Folge!“ Gleich am nächsten Wochenende dürfen die Arrows in Tübingen zeigen, was der Erfolg wert war. Die Red Knights empfangen die Silberpfeile im Holderfeld. Das nächste Heimspiel ist dann auch schon eine weitere Woche später und am 30. April ist mit den KIT Engineers der nächste dicke Brocken zu Gast in der Festwiese.