ICE-Bowl-Scrimmage findet im Regen statt

Herren

Zum nun schon neunten mal trafen am vergangenen Sonntag (31.1.2016) beim ICE-Bowl-Scrimmage die Ehemaligen auf die Aktiven. Und so viele Ehemalige wie in diesem Jahr gab es schon lange nicht mehr. Auf der anderen Seite verhinderte das Wetter, Dauerregen, dass die Zuschauer ähnlich zahlreich vertreten waren. Aber immerhin ein paar wasserfeste Fans fanden sich ein, um den ersten Football-Event in Stuttgart in 2016 zu begleiten. Immerhin konnten sie sich an Glühwein und Bratwurst warmhalten.

 

 

„Nächstes Jahr ist Jubiläum“, erklärt Organisator Klaus Krauthan. Zwar fand das erste ICE-Bowl Scrimmage schon vor 10 Jahren statt, doch einmal mussten die Arrows den Event absagen. Für 2017 hofft Krauthan dann wenigstens wieder auf Minustemperaturen. „Sonst müssen wir das Event umbenennen, zum Beispiel in ‚Spring-Bowl‘, wenn es weiterhin so frühlingshaft ist.“ Immerhin war es nass-kalt, wodurch der kostenlose Glühwein Abnehmer fand.

Gerade dieses Wetter verhinderte wohl, dass der Zuschauerzuspruch nicht mal annähernd so groß war, wie in den vergangenen Jahren. Über das Event hinweg fanden sich vielleicht 50 Fans ein, die aber nicht alle über die gesamte Dauer geblieben sind. „Irgendwann waren sie halt nass und durchgefroren, das kann man dann verstehen“, zeigt sich Krauthan verständig. Und wahrscheinlich kostete das Handball-EM-Finale auch noch ein paar Zuschauer, obwohl man sich zeitlich gar nicht so in die Quere gekommen wäre.

Den Spielern fiel das schlechte Wetter auf dem Trainingsplatz gar nicht so auf. Zumindest nicht mehr, als es gegeneinander um das Leder-Ei ging. Mit vollem Einsatz gingen sowohl Aktive wie auch Ehemalige ans Werk. Auf beiden Seiten sahen die Verteidigungsreihen gut aus, während sich die Offensive sichtlich schwerer tat. Auch hier waren die Witterungsbedingungen Schuld. „Wir spielen bei diesem Wetter mit einem Kunststoff-/Gummi-Ball“, erklärt Krauthan. „Ein Spielball würde einen besseren Grip bieten, aber nach dem Scrimmage wäre er dann Schrott.“ Und das ist den Verantwortlichen doch ein wenig zu teuer.

Der Gummi-Ball geht zwar nicht kaputt, dafür wird er aber glatt und glitschig. „Einfachste Ballübergaben wurden zum Drahtseilakt“, erinnert sich Krauthan. Und so sahen die Zuschauer den Ball viel zu oft über den Boden purzeln. Am Ende konnten die Aktiven mehr Take-Aways in die Statistik bringen. Dagegen hatten die Ehemaligen gleich im ersten Drive der Aktiven, diese in die eigene „Endzone“ zurückgedrängt. Eigentlich ein Safety, aber das wird im Scrimmage nicht gezählt.

So reichte den Aktiven ein guter Drive, bei dem Quarterback Michael Dierberger nun seine Passempfänger fand und die die Bälle auch fangen konnte. Am Ende fand dann Dierberger Raphael Henßler zum ersten Touchdown des Tages. Und eigentlich sahen die Aktiven damit wie der sichere Sieger aus, hätten, ja hätten sich nicht die Ehemaligen nochmals durchgebissen. Mit Läufen durch die Mitte und über außen kämpften sich die alten Recken über das Feld und am Ende war es Anton Haffner vergönnt, den Ausgleich herzustellen.

Das nahmen dann beide Teams zum Anlass, um sich beim abschließenden Glühweinumtrunk gegenseitig auf die Schultern zu klopfen und das gerechte Unentschieden zu feiern. Glühwein und Würstchen waren ja noch ausreichend da. Und die Ehemaligen versprachen, auch im nächsten Jahr so zahlreich zu erscheinen. Bleibt nur zu hoffen, dass dann sowohl Frost als auch Zuschauer hartnäckiger sind.

Gruppenbild mit Dame - ICE-Bowl Scrimmage 2016