Arrows gegen Longhorns ohne Kraft und Fortune

Herren

Die Arrows mussten zuschaauen, wie die Longhorns die Punkte entführtenAm Samstag unterlagen die Stuttgart Silver Arrows in einer Defensivschlacht im heimischen Stadion Festwiese dem Absteiger Weinheim Longhorns mit 0:13. Dabei zeigten sich bei erst regnerischem Wetter vor allem die Verteidigungsreihen in bester Verfassung, während vor allem die Arrows-Offensive eklatante Durchsetzungsschwächen zeigte. Nun geht es am kommenden Wochenende nach Pforzheim zu den Wilddogs und die Arrows müssen dort im Abgriff eine bessere Leistung zeigen, wollen sie gewinnen.

 

 

Die Defense zeigte eine GlanzleistungOb es der Ausfall von Lehniger war, der die Offensive so bremste, oder doch die gute Verteidigung von Weinheim, man wird es wohl erst im Rückspiel rausfinden können. Am Samstag erwischte zumindest Aris Katz, Quarterback der Silver Arrows, einen rabenschwarzen Tag. Vier seiner Passversuche landeten beim Gegner, zwei davon tief in der eigenen Hälfte. Andere Pässe waren so ungenau, dass seine Passempfänger keine Chance hatten, den Ball zu fangen.

Adam Reinheimer hat große Fußstapfen zu füllenDabei wäre es genau diese Variabilität gewesen, die die Arrows gegen diesen Gegner gebraucht hätten. „Durch das fehlende Passspiel wurden wir zu eindimensional“, bemängelt Headcoach Jürgen Doh, der auch mitansehen musste, wie beste Gelegenheiten seines Teams durch Fouls und Unaufmerksamkeiten zunichte gemacht wurden. „Wenn du zwei mal in der Redzone stehst und dann jedes mal erst ein Foul und dann einen Sack kassierst, dann machst Du was verkehrt“, weiß er.

Aris Katz leistete sich vier InterceptionsDabei war es ein faires Spiel. Beide Mannschaften standen jeweils einer starken Defensive gegenüber und vor allem der Stuttgarter Verteidigung war es geschuldet, dass es trotz 3 Interceptions zur Halbzeit „nur“ 0:6 stand. Nach der Halbzeit konnten die Arrows zwar zwei mal über das gesamte Feld marschieren, konnten dann aber, wie schon erläutert, nicht punkten. Nach der vierten Interception standen die Weinheimer dann schon kurz vor der Endzone. In dieser undankbaren Situation konnte die Defense der Silberpfeile dann die Punkte nicht mehr verhindern.

An der Verteidigung lag es an diesem Tag nicht„Unsere Verteidigung hatte einen starken Tag, aber auch in den entscheidenden Situationen Durchhänger, die ich nicht erklären kann“, zieht Andy Giese kritisch Bilanz. „Weinheim war schlagbar, hat aber kaum Fehler gemacht und wenn, hatten sie in den Situationen einfach ein Quäntchen mehr Glück.“ Hier wurde ein Fumble zurückgepfiffen, dort eine mögliche Interception fallen gelassen. „Am Ende haben wir es aber selbst verbockt“, gibt Doh selbstkritisch zu. „Wir werden unseren Gameplan noch besser auf die aktuelle Situation abstimmen müssen.“

Sergio DePilla konnte keine Punkte erzielenWeinheim konnte damit den ersten Sieg seit über 3 Jahren einfahren. „Ich freu mich für Weinheim, denn das kann kaum einer besser nachvollziehen als die Arrows“, sagt Doh. „Es hätte nur nicht unbedingt gegen uns sein müssen.“ Die Weinheimer Freude nach dem Sieg war natürlich groß und die Arrows zeigten sich als gute Verlierer und stifteten der siegreichen Mannschaft den Siegertrunk. „Wir haben zwei Kästen Rothaus gespendet“, erklärt Pressesprecher Klaus Krauthan. „So einen Erfolg muss man feiern, wir haben dafür vollstest Verständnis. Im Rückspiel werden wir uns die Punkte aber wieder holen!“

Miguel Dittus konnte einen der wenigen Pässe fangenNun geht es am kommenden Sonntag nach Pforzheim. Die Wilddogs warten in ihrem Revier auf die Silberpfeile. Pforzheim, dieses Wochenende spielfrei, hat die Longhorns knapp geschlagen. „Die haben auch eine gute Defense, daher müssen wir hier hart arbeiten, um unsere Punkte einzufahren und den Sieg mit nach Hause zu nehmen“, weiß Doh. Giese gibt sich zuversichtlich, dass seine Verteidigung eine ähnlich gute, wenn nicht sogar bessere Leistung bringen kann. „Wir packen Pforzheim!“

Devon van der Haag bewegt den Ball in die RedzoneJoseph Casiano hinterlässt einen guten Eindruck