Arrows überzeugen nur phasenweise

Herren

Laufspiel läuft, wenn auch mit AnlaufschwierigkeitenBeim Testspiel gegen das Wolfpack aus Bad Mergentheim konnten die Stuttgart Silver Arrows am vergangenen Samstag einen 14:6 Sieg mit nach Hause nehmen. Der Gegner entpuppte sich dabei als der erwartet schwere Gegner. Aber die Silberpfeile versäumten es selbst, einen deutlicheren Sieg herauszuholen. Nun geht es am 14. April in Schwäbisch Hall zum Saisonstart.

 

 

Die Defense hielt dagegenDer Wetterbericht versprach keinen Regen, aber auch keine Sonne. Und er vergaß wohl zu erwähnen, dass in Bad Mergentheim eiskalter Ostwind wehte. Bei tiefen einstelligen Graden brachte der Wind noch eine gefühlte Temperatur von deutlich unter Null Grad mit sich. Während die Spieler durch die Bewegung der Temperatur trotzen konnten, mussten Zuschauer und Coaches an der Seitenlinie frieren. Zum Glück für die Zuschauer gab es Kaffee, Punsch und Glühwein. Und den Stuttgarter  Coaches blieb die Gatorade Dusche erspart.

 

Anton Haffner wühlt sich durchIn der ersten Halbzeit egalisierten sich die beiden Teams weitestgehend, mit leichten Vorteilen für die Silver Arrows. Deren Defense hielt das Wolfspack in Schach und gönnte deren Angriff nicht einen neuen ersten Versuch. Auf der anderen Seite agierte die Stuttgarter Offensive ungewohnt passorientiert. Doch der eisige und mitunter auch böige Wind begünstigte dieses Vorgehen nicht. Entweder kam der Pass ungenau, oder der Passempfänger ließ den Ball fallen. „Da hatten wir ein paar schöne Lücken in die Verteidigung gerissen und hätten die ersten Punkte einfahren können“, ärgert sich Headcoach Jürgen Doh über die verpassten Chancen.

 

Goallinestand der Stuttgarter DefenseSo dauerte es bis in Halbzeit Zwei, ehe die Zuschauer Punkte bejubeln durften. Dass es ausgerechnet die Gäste aus Stuttgart waren, war den Bad Mergentheimern bestimmt unrecht. Doch Manuel Lehniger und Adam Reinheimer zerpflückten die gegnerischen Verteidiger und marschierten im ersten Drive nach der Pause über das Feld. Reinheimer verbuchte dann die Punkte für sich, während Aris Katz als Kicker den Zusatzversuch sicher verwandelte.

 

Windig, eisig, kein QB-WetterDoch genauso wie Stuttgart kamen auch die Taubertaler in Schwung und nutzten die gleichen Mittel wie die Landeshauptstädter. Das Laufspiel. Anders aber als Stuttgart kamen sie nicht gleich zu Punkten, denn mit einem sauberen Goal Line Stand hielten die Silberpfeile das Wolfspack Zentimeter von der Endzone auf. Und fast von der eigenen Endzone ging es dann los und Stuttgart marschierte erneut und dieses Mal war es Lehniger, der zu Beginn es letzten Viertels für den Touchdown sorgte (PAT Katz).

 

Die Verteidigung packt zuNun schienen sich die Angriffsreihen eingespielt zu haben. Lauf um Lauf legten auch die Gastgeber hin, im entscheidenden Augenblick packten sie aber tief in die Trickkiste und Runningback Romeo Ramirez täuschte einen Lauf an und passte dann aber seinem Mitspieler in die Endzone. „Dabei sahen wir nicht gut aus“, gibt Defensive Coordinator Andy Giese verärgert zu Protokoll. „Die Defense war da nicht diszipliniert genug. Das gibt Sonderschichten für die Defense.“

 

Manuel Lehniger mit dem Touchdown zum 14:0Mehr als den 14:6 Anschluss brachten das Wolfspack dann aber nicht mehr fertig, denn die Spielzeit war fast abgelaufen und Stuttgart ließ keine Hoffnung mehr aufkommen. „Gegen Schwäbisch Hall werden wir mit dieser Leistung aber nicht weit kommen“, weiß Doh, der aber am 14. April auf einige am Samstag fehlende Spieler zurückgreifen kann. „Hall wird für uns nicht unbedingt zum Maßstab, da sind wir Underdog.“ „Das sehe ich anders“, widerspricht Giese. „Das Spiel wird zeigen, wo wir stehen. Ich sehe uns auf Augenhöhe!“