Bärenstarke Defense gegen Pforzheim

Silver Arrows zähmen Wilddogs

Herren

Bärenstarke Defense gegen PforzheimMit einem verdienten 18:14 Sieg gegen die favoristierten Pforzheim Wilddogs krönten die Stuttgart Silver Arrows einen rundum gelungenen Heimspieltag, der im Rahmen der American Days Stuttgart in Stuttgart-Zuffenhausen stattfand. Nach Touchdowns von Alex Katz, Alexander Abramow und Manuel Lehniger jubelte die Mannschaft mit den Fans über den ersten Heimsieg nach drei Jahren. Dabei zeigte der kleine Kader der Arrows wieder viel Herz und zähmte die Wildhunde.

 

 

Sommerliche Temperaturen, ein kleiner Kader, viele die beide Wege spielen müssen. Keine guten Voraussetzungen wenn dann auch noch eines der Top Drei Teams nach Stuttgart kommt. Zwar sprach die Statistik der bisherigen Begegnungen für die Silberpfeile doch das Spiel stand unter anderen Vorzeichen. Nach den Nationalhymnen, gesungen von Dario Nassal begann die Silver Arrows Defense aggressiv und konnte die Pforzheim Wilddogs schnell stoppen. Im Angriff bewegten die Stuttgarter anfangs gut die Kette und machten Yards um Yards, teilweise auch durch Strafen der Wilddogs, am Ende beendete aber ein abgefangener Pass die Bemühungen der Schwaben. Als die Verteidigung umgehend den Ball zurückeroberte fackelte Aris Katz nicht lang und bediente Alexander Katz, seinen Zwillingsbruder in der Endzone. Der Kick von Andreas Kohler ging leider daneben und so hieß es „nur“ 6:0.

 

Erstmals waren die Arrows in dieser Saison in Führung gegangen und sie legten im zweiten Viertel noch eins drauf. Eine aufmerksame Defense stoppte Pforzheims Bemühungen und  auf der anderen Seite lief es nun etwas besser im Angriff. Ein langer Drive wurde gekrönt von einem herrlichen Touchdownfang von Alexander Abramow, der trotz hartem Hit das Ei festhielt und so seinem Team den nächsten Touchdown bescherte. Der Zweipunktversuch scheiterte knapp und nun war es wieder an Pforzheim. Und die waren heiß. Ohne Besprechung, dem Huddle, prügelten sie die Stuttgarter Verteidigung über das Feld bis vor die Endzone, dort aber fand Stuttgart zu alter Stärke zurück und stoppte die Wilddogs ehe ihnen vor dem vierte Versuch die Zeit davongelaufen war. Halbzeit. Mit einer 12:0 Führung der Arrows. Das hatte es schon lange nicht mehr gegeben.

 

In der Pause wurden dann alle noch mal darauf geimpft, dass ein 12:0 keine Sieggarantie ist. Das wussten die Arrows noch aus dem Spiel gegen die Kuchen Mammuts, als sie genau so im Rückstand waren und am Ende noch gewonnen hatten. Und Pforzheim setzte alles daran. Die Silberpfeile wurden im ersten Drive gestoppt und Pforzheim machte dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Power-Football aus der No-Huddle-Offense. Und diese Umstellung machte sich bezahlt. Sie verkürzten auf 12:7 und bekamen Oberwasser. Da war es wichtig, dass der Stuttgarter Angriff Stärke zeigte und die Wildhunde vor sich herscho, bis Manuel Lehniger sich bei einem Lauf von allen Verteidigern absetzen konnte und aus 45 Yards Entfernung zum 18:7 vollendete. Doch die Wilddogs konnterten umgehen, hier schaffte der Runningback sogar 60 Yards im ersten Versuch und vor dem letzten Wechsel stand es nun 18:14.

 

Dass das letzte Viertel ohne Punkte blieb verdankten beide Mannschaften ihren Verteidigungsreihen, das bessere Ende hatten da aber die Arrows für sich, als sie Pforzheim durch eine weitere Interception in der Stuttgarter Hälfte stoppen konnten und dann durch Abknien den Sieg sichern konnten. Ab da kannte der Jubel keine Grenzen Jürgen Doh und John Englisch, ehemaliger Coach der Stuttgart Stallions und Heute zu Gast, um das Team zu unterstützen, genossen die willkommene Abkühlung der Gatorade-Dusche. „Mir fehlen die Worte“, begann Doh. „Das war eine klasse Leistung dieses jungen Team. Ich bin stolz auf die Jungs. Einfach nur stolz!“

 

Nun haben die Arrows die nächsten zwei Wochenenden spielfrei. Zeit die Wunden zu lecken, denn einige Spieler sind nach dieser Tortur der letzten drei Wochen angeschlagen. „Wir hoffen in dieser Zeit auch noch ein paar Neue ins Team zu integrieren“, macht Doh Hoffnung auf einen weiteren Ausbau des Kaders. Mit zwei Siegen aus den ersten vier Spielen liegen die Arrows nun etwas über dem Soll und dürften mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Nach der Pause warten jedoch zwei harte Brocken auf die Arrows, erst geht es in das Rückspiel nach Pforzheim und dann empfangen sie den ungeschlagenen Tabellenführer, die Böblingen Bears am 26. Juni in der Schlotwiese. Beginn wie immer 14.30 Uhr und Kickoff 15.00 Uhr.