Revange mit Gastgeschenk der Silver Arrows

Herren

{mosimage}Es war das schlechteste Spiel der Silver Arrows in dieser Saison und trotzdem ein souveräner Sieg beim 28:7 Erfolg bei den Pforzheim Wilddogs. Am vergangenen Samstag waren die Arrows vier mal durch die Luft erfolgreich und kassierten die Gegenpunkte nach einem Geschenk, als beim Punt Tim Radke übersnapt wurde und der Ballbesitz an der 10 Yard Linie der Arrows wechselte.

Blitz, Donner und Regengüsse begleiteten die Stuttgart Silver Arrows auf dem Weg nach Pforzheim, doch während dem Spiel blieben die Akteure am vergangenen Samstag davon verschont. Auch in Hinsicht auf den sportlichen Verlauf.
Die Defense der Arrows konnte die Gäste in den ersten drei Drives jeweils schnell zum Punten zwingen. Während der erste eigene Drive im ersten Versuch gleich in den Händen eines Verteidiger der Wilddogs landete, war der zweite Drive deutlich erfolgreicher. Sergio De Pilla überlief seine Gegner und wurde von Andreas Kohler prächtig bedient. Ein 40 Yard Pass Touchdown brachte die ersten Punkte. Im anschließenden Zwei-Punkt-Versuch übersahen die Wilddogs Robert König auf der rechten Seite des Feldes, der den Ball von Dirk Schmetzer unbedrängt fangen konnte.
Auch der nächste Drive der Arrows war noch von Erfolg gekrönt. Mit abwechslungsreichem Spiel bewegten sich die Stuttgarter unaufhaltsam über das Feld. Zwischenzeitlich wurden zwar die Seiten gewechselt, aber die Arrows behielten die Übersicht. Kohler fand De Pilla erneut in der gegnerischen Endzone. Dieses Mal über 8 Yards. Alexander Hildebrandt verwandelte den Zusatzversuch. 15:0 aus Sicht der Arrows und das Spiel schien gelaufen.
Zumindest wirkte es so, denn ab dann lief es nicht mehr so rund. Der Angriffsmotor stockte. Beim Punt wurde Tim Radke deutlich überworfen und der konnte den Ball nur noch sichern. Die Wilddogs nutzen die gute Chance und verwandelten aus 10 Yards mit einem Pass von Tobias Scheurer auf Jens Oergel (PAT Michael Lang).
Vor der Halbzeit durften die Arrows noch mal ran. Jerry Don Lindsay, kurz J.D., nahm hinter dem Center Aufstellung und setzte gleich Dirk Schmetzer in Szene der einen langen Pass tief im Territorium der Wildhunde fangen konnte. Zweimal standen die Arrows nun in der Endzone und zwei Mal wurde der Touchdown zurückgepfiffen. Beim dritten Mal fand J.D. erneut Schmetzer, der den 8 Yard Pass sicher in der Endzone herunterpflückte. Den Zwei-Punkt-Versuch vergab er dagegen und so gingen die Teams beim Stand von 21:7 für die Arrows in die Halbzeit.
Es folgte ein zähes Spiel. Die Verteidigung der Silberpfeile hielt die Wilddogs an der kurzen Leine, die Offense stotterte sich voran und kassierte immer wieder unnötige Strafen. Zwei Mal versuchten sie im vierten Versuch den Touchdown zu erzwingen und scheiterten regelmäßig. Erst im letzten Viertel fand J.D. erneut Schmetzer in der Endzone der Pforzheimer (PAT Hildebrandt). Seinen etwas zu weit geworfenen 15 Yards Pass fing Schmetzer artistisch und stellte damit den Endstand von 28:7 her. Zuvor hatte Michael Gratzke einen Pass von Scheurer tief in der Hälfte der Wilddogs abfangen können und so entscheidend Anteil am Touchdown.
„Wir haben im Angriff viel zu viele individuelle Fehler gemacht“, schüttelt Jürgen Doh unzufrieden den Kopf. Der Headcoach der Silver Arrows haderte sichtlich mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Selbst die obligatorische Gatoradedusche blieb nach dem Erfolg aus. „Fouls haben uns in den entscheidenden Situationen zurückgeworfen und wir müssen uns bei unserer Defense bedanken, dass sie uns nicht das Genick brachen“, findet Offensiv-Coordinator Jerry Lindsay. Mit der Leistung seiner Defense war Zach McCarthy insgesamt zufrieden, fand aber, dass sie ernsthafte Probleme mit dem Power-Laufspiel der Wilddogs hatten. „In zwei Wochen gegen Jena, dürfen wir uns da keine Blöße geben!“
Am selben Tag konnte die Flag-Jugend weiter Erfahrung sammeln und zeigte sich immer besser. Zwar sprang noch kein Spielerfolg heraus, aber die Tendenz stimmt.
Am Sonntag unterlag die A-Jugend der SG Ravensburg/Zollernalb deutlich mit 40:6. Das Spiel wurde vor allem im zweiten Viertel verloren, als es 24 Punkte hagelte. Den Ehren-Touchdown fing Rene Mayer nach Pass von Jens Trautwein.