Silver Arrows sorgen fürs Sahnehäubchen

Herren

{mosimage} In den letzten zwei Minuten des Freundschaftsspiels vom Sonntag, 1. April, wogte das Spiel noch einmal hin und her ehe am Ende die Stuttgart Silver Arrows mit 26:23 die Nase glücklicher vorne hatten. Dem Team um Headcoach Jürgen Doh wurde vom Verbandsligisten mehr abverlangt, als im Vorfeld erwartet. Die nächsten drei Wochen müssen nun intensiv zur Vorbereitung genutzt werden.

Wer nur die letzten beiden Minuten des Spiels der Silver Arrows bei den Kuchen Mammuts mitbekommen hat, kann sich glücklich schätzen. Denn in diesen Minuten passierte mehr, als in manch anderem Spiel über drei Stunden. Dabei begann alles ganz harmlos. Kuchen hatte gerade den Angriff der Stuttgarter gestoppt und sich entschieden abzuknien. Man lag nur einen Touchdown zurück und hatte sich wacker geschlagen. Man erwartete wohl nicht, das Blatt noch einmal zu wenden. Doch die Defense der Silberpfeile wollte weiterspielen und nahm postwendend eine Auszeit, damit die Uhr nicht ablaufen konnte. So waren die Mammuts gezwungen zu spielen.
Sie taten es! Nur drei Spielzüge später versenkte der Ersatzquarterback den Ball samt Receiver in der Stuttgarter Endzone und mit einem gelungenem Zwei-Punkt-Versuch setzte man sogar noch einen drauf. Eben noch das geschlagene Team lagen die Hausherren nun mit 21:20 vorne. Und es waren nur noch wenige Sekunden zu spielen. Genug, dachte sich Dirk Schmetzer und nahm beim Kick-off-Return die Beine in die Hand. Zuviel, dachten wohl die Mammuts, die Schmetzer nicht mehr stoppen konnten. Plötzlich lag Stuttgart mit 26:21 wieder oben auf.
Der Zusatzkick sollte das Spiel besiegeln. Die Schiedsrichter erkannten beim Kick von Alexander Hildebrandt einen Regelverstoß und das Special-Team musste noch mal ran. Und nach dem Motto „wenn schon, denn schon“, wollte sie es perfekt machen und Holder Tim Radke warf einen lockeren Pass auf seinen Passempfänger. Zu locker, den ein Mammut konnte den Ball abfangen und bis in die Endzone der Stuttgarter tragen. „Haben wir jetzt gewonnen oder verloren“, fragten sich viele Spieler beider Teams. Doch schnell war klar, dass den Gastgebern für dieses Kunststück „nur“ zwei Punkte gutgeschrieben wurden und der Endstand mit 26:23 zugunsten der Silver Arrows feststand.
Zuvor hatten beide Teams gezeigt, dass sie Footballspielen können. Aber auch, dass es noch weitere Trainingseinheiten dauert, bis Perfektion ins Spiel kommt. Bei Stuttgart zeigte sich am deutlichsten, dass noch viel Sand im Getriebe steckt. Zwar sorgte Radke nach Pass von Andreas Kohler für die 7:0 Führung (PAT Alexander Hildebrandt), doch schon bei der nächsten guten Gelegenheit verschenkte die Offense den Ball. Kohler warf zwei Yards vor der Endzone in des Gegners Hände. Praktisch im Gegenzug schafften die Kuchen Mammuts den 7:7 Ausgleich und erhöhten im zweiten Viertel auf 13:7. Die Stuttgarter wirkten verunsichert und vergaben durch Hildebrandt zudem noch ein 43 Yards Fieldgoalversuch.
In der zweiten Halbzeit kam die Offense der Silberpfeile besser ins Spiel und so sorgten Manuel Lehniger und Anton Haffner für den verdienten 20:13 Zwischenstand, denn Hildebrandt schaffte nur einen von zwei Zusatzkicks. Die Defense hatte sich dagegen auf den wuchtigen Laufstil der Kuchener eingestellt und stoppten sie immer wieder. Bis zu der Szene kurz vor Spielende. Da für das geplante Testspiel der Arrows am nächsten Wochenende gegen die Franken Knights keine geeignete Spielstätte zur Verfügung steht, war es das mit der Vorbereitung. „Der restliche Feinschliff muss nun im Training erarbeitet werden“, erklärt denn auch Headcoach Jürgen Doh. „So etwas wie heute darf uns in der Saison nicht passieren“, setzt er kopfschüttelnd hinzu.

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