Orange dominiert im Cheerleading

Cheerleader

{mosimage}Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften dominiert in zwei von 4 Damendisziplinen die Farbe Orange. Zuerst setzte sich ?Orange Explosion? in der Kategorie Dance gegen die Konkurrenz durch und dann zogen die acht Damen von ?Great Orange Fire? mit einem fehlerfreien Programm nach. Punktgleich mit den Freiburg Nuggets wurden sie diesjähriger Baden-Württembergischer Meister in der Kategorie All Girl Cheer.

Der Meisterschaftsmorgen beginnt schon sehr früh. Bereits um acht Uhr starten in der Halle in Ilshofen die ersten Vorbereitungen der Teams. Noch einmal darf das Programm auf der Bühne geprobt werden. Stellprobe nennt man das. ?Es ist wichtig, dass man das Programm der Bühne anpasst. Zwar ist ein Mindestmaß vorgegeben, aber wenn die Bühne breiter ist, muss man das ausnutzen?, erklärt Andrea Walsdorff vom Damen Dance Team.

Die Tänzerinnen unter den Silver Arrows sind jedoch mit der Matte, die zum Schutz auf der Bühne liegt, nicht glücklich. ?Viel zu weich?, lautet das einhellige Urteil. Und es zeigt sich später auch beim Programm. Zum Beispiel beim ?Bown Arrow?, einer Übung, bei der die Damen einen Spagat im Stehen vollziehen und dabei das erhobene Bein mit dem gegenüberliegenden Arm an den Körper ziehen. Normal kein Problem für die Damen von Orange Explosion, doch auf der weichen Matte fehlt die Kontrolle und der stehende Fuß sucht immer wieder das Gleichgewicht. ?Das sieht dann sehr wackelig aus und das wiederum gibt Abzüge bei der Jury?, weiß Walsdorff. Zum Glück gilt das jedoch auch für die anderen Teams und so stehen die explosiven Damen am Ende ganz oben. Aufgrund der Abzüge langt es jedoch nicht für die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft.

Die Cheerdamen stört die weiche Matte dagegen kaum. Sie sind eher froh, dämpft sie doch einen Sturz aus der Höhe zumindest etwas ab. Davon macht Great Orange Fire an diesem Abend jedoch keinen Gebrauch. Nur mit acht Damen, also in der Mindeststärke angetreten, zeigen diese Damen ein fehlerfreies Programm. Die geringe Anzahl sorgt jedoch dafür, dass sehr hohe Pyramiden nicht aufgestellt werden können. Gerade die geben aber eine hohe Punktzahl und werden von Teams mit mehr Teilnehmern in Angriff genommen. Es ist aber auch ein höheres Risiko damit verknüpft und die Folge sind einige Stürze, auch Drops genannt. Diese Drops enden meist nicht einmal in einem Sturz auf den Boden, denn zum einen sichern die Cheerleader selber die Pyramiden ab, zum anderen greifen sogenannte Spotter ein, bevor Schlimmeres passieren kann.

Wie gesagt, Great Orange Fire hatte hier keine Hilfe nötig. Bei der Siegerehrung mussten sie dagegen lange zittern, denn um den Spannungsbogen aufzubauen werden die Platzierungen von hinten nach vorne bekannt gegeben. Und als dann der erste Platz feststand brach der Jubel aus den Damen und mitgereisten Fans heraus. Wo sonst schon des öfteren die Tränen der Enttäuschung flossen, konnten dieses Mal Freudentränen abgetupft werden. Mit der erreichten Punktzahl wurde auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften erreicht. Dass man den Titel mit den Nuggets aus Freiburg teilen darf, spielte beim Feiern keine Rolle mehr. ?Auch die haben den Titel verdient und jetzt fahren wir eben gemeinsam nach Riesa?, freute sich Trainerin Angela Schabel für die Konkurrenz.